Archiv für August, 2010

Indonesien Teil 5 (Jakarta – Kuala Lumpur – Bukit Lawang/Sumatra)

Nun ist es tatsaechlich schon so weit, dass ich den vorletzten Beitrag zu Indonesien schreibe. Wie heissts doch so schoen beim Hausfrauen-Small-Talk: „Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht“. Aber das muss ich jetzt auch mal los werden…  :-)

Wir sind mittlerweile in Sumatra (westlichste Insel von Indonsien) eingetroffen. Und man muss zum Glueck sagen: Das Beste kommt zum Schluss. Hier ist es wirklich sehr, sehr schoen und erholsam.

Jakarta und Kuala Lumpur waren nett, aber halt typische Grossstaedte. Wenngleich man sagen muss, dass sie sehr sauber und (leider) westlich orientiert sind. Wenn ich das wiedermal mit Vietnam vergleiche ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht. Leute, wenn ihr mal eine richtig krasse asiatische Stadt sehen wollt dann fahrt nach Hanoi!!!! Das war der absolute Knaller und um ca 100 Jahre hinter allen Staedten hier in Indonesien zurueck!

Von KL sind wir nach Medan (Sumatra) geflogen und haben am Flughafen gleich einen Guide aus Bukit Lawang getroffen. Bukit Lawang ist der Ort, von dem aus man am Besten und Einfachsten Jungle-Touren unternehmen kann. Und das ist bisher das absolute Highlight der gesamten Reise.

Bukit Lawang: Orang Utan hangelt sich von Baum zu Baum

Bukit Lawang: Orang Utan hangelt sich von Baum zu Baum

Die Unterkunft ist nicht ganz so toll (wir haben ziemlich gegen Kakerlaken kaempfen muessen) aber dafuer sehr billig! Ausserdem sind die Leute dort wirklich nett und immer hilfsbereit. Kakerlaken gibts hier halt ueberalll… :-)

Der Guide hat uns gleich zu einer Unterkunft gebracht und wir haben auch sofort eine Jungle-Tour gebucht. Natuerlich wollen die halt auch gleich ein Geschaeft mit dir machen. So kannst du gar nicht auf die Idee kommen, woanders noch zu schauen und die Angebote zu vergleichen. Aber auch das ist hier in Asien halt so… Und die Preise fuer Jungle-Trecks sind sowieso von der Regierung festgelegt, da es sich um einen Nationalpark handelt!

Wir haben dann zunaechst noch einen Tag entspannt und den netten Ort, der 2003 leider von einer Springflut zerstoert wurde, betrachtet.

Der Jungle-Treck (eine Nacht im Jungle) war in allen Belangen perfekt! Viele Tiere, wahnsinns Essen, Baden wie ein Gott…

Thomas Leaf Monkeys (ja, das war dann manchmal mein Spitzname bei den Einheimischen...)

Thomas Leaf Monkeys (ja, das war dann manchmal mein Spitzname bei den Einheimischen...)

Wir (insgesamt 9 Personen – 2 Guides, wir beide, 2 Deutsche, 1 Franzoesin, 2 Italiener) sind schon frueh morgens gestartet. Da der Jungle in diesem Gebiet ziemlich bergig ist, hab ich nach 10 Minuten schon so geschwitzt, wie noch nie in meinem Leben. Nach 30 Minuten war ich komplett – ja, bis auf die Socken – durchgeschwitzt. Aber kurz darauf haben wir die ersten Affen – sog. Thomas Leaf Monkeys – direkt vor uns gesehen. Und schon spuert man den Schweiss nicht mehr  :-)  Einfach toll, den frei lebenden Affen zuzusehen. Und zum Glueck waren die nicht schuechtern, so konnten wir bis auf wenige Meter ran um Fotos zu machen – die Fotos kommen noch :-)

Kurz darauf wiederum haben wir die ersten Orang-Utans in etwas groesserer Entfernung gesehen. Aber schon wenige Meter danach war ein Orang-Utan mit Baby direkt vor uns und hat sich ungefaehr 2 Meter ueber uns hinweggehangelt. Wenn man dachte, dass er\sie das Baby doch gleich auf dem Ast vergisst, dann hatte ers schon wieder im Arm und weiter gings. Keine Ahnung wo der hin wollte – wir haben alle einfach nur gestaunt…

Makaken: immer und ueberall im Dschungel zu finden...

Makaken: immer und ueberall im Dschungel zu finden...

Makaken-Affen laufen im Jungle sowieso ueberall rum, also hatten wir die auch gleich ueberall um uns rum. Die waren auch bei unserer Unterkunft und ueberall im Ort vertreten, um die Muelleimer nach Essbarem zu durchsuchen :-)

Dann sahen wir noch eine ziemlich giftige Schlange (zum Glueck nur Nachtaktiv) und viel, viel Gruen. In den Pausen, wo ich wieder ein wenig trocknen konnte – zumindest im Gesicht – gab es immer zahlreiche Fruechte (u.a. Bananen, Maracuja, Ananas, Mandarinen). Hmmm, waren die lecker…

richtig fetter Waran direkt neben unserem Dschungel-camp

richtig fetter Waran direkt neben unserem Dschungel-camp

Als wir im Camp – direkt am Fluss – angekommen sind hiess es „Welcome to 5-Star-Hotel“. Dort waren noch 2 Guides, die schon fuer uns gekocht haben. Und direkt dort gab es eine Art natuerlichen Swimming Pool im Fluss.

Ich kann Euch sagen: Der Sprung in glasklares Jungle-Wasser nach dem schweisstreibendsten Tag meines Lebens war das beste Gefuehl das ich seit langem hatte! Einfach traumhaft!!!

Wir entspannten dann erstmal, wuschen unsere Klamotten ein wenig im Wasser und erkundeten ein wenig die Gegend. Allzu tief traute sich aber niemand in den Dschungel…. :-)

Am Abend gab es dann hervorrangendes Essen, Tee, Kaffee, Kekse und viel, viel Ruhe. Ploetzlich fingen die Guides an jeden zu massieren (von 3 Personen gleichzeitig massiert zu werden ist ein merkwuerdiges Gefuehl) und Kartentricks aufzufuehren. So wurde es wirklich keine Sekunde langweilig!

Das Bett bestand aus einem provisorischen Zelt, das eigentlich an allen Seiten offen war… Moskitos gibt es in dieser Hoehenlage nicht, also war das auch kein Problem. Ausserdem sagten die Guides, dass sie rund um das Lager Salz gestreut haben, und dadurch keine giftigen Tiere ins Lager kommen. Ich hab ihnen geglaubt und damit ganz gut geschlafen…

Am naechsten Morgen gabs erstmal ein extrem leckeres Fruehstueck bestehend aus wiederum zahlreichen Fruechten, Ruehrei und Toast. Danach haben wir bis Mittag nur entspannt, gebadet, gesonnt und Fruechte gegessen. Ausserdem sind wir ein bisschen getubed, d.h. mit Reifen den Fluss runter. Das sah wohl vor allem bei mir etwas ungestuem aus, weil ich als einziger von den Guides allein  gelassen wurde und irgendwie immer auf die Felsen zugesteuert bin – egal wie ich „gelenkt“ habe…

Die Guides hat das auf jeden Fall sehr amuesiert…

Zurueck nach Bukit Lawang gings per Rafting auf dem Fluss bei strahlend blauem Himmel…

Ein absolutes Muss, wenn jemand von Euch nach Indonesien reisen sollte!!!

Leider hat sich Resi wohl einen kleinen Sonnenstich geholt, weil es ihr kurz danach schlecht ging und sie sogar leicht Fieber hatte. Haette das Fieber laenger angehalten waeren wir sofort zum Arzt gegangen, aber es ging ihr nach einem halben Tagt schon wieder ganz gut und mittlerweile passt wieder alles!

Also, rundum gelungen und absolut empfehlenswert!

Bilder kommen noch, aber jetzt heisst erstmal noch: weiter entspannen!

Erstellt am Sonntag 29. August 2010
Unter: Indonesien | 1 Kommentar »

Indonesien Teil 4 (Malang – Yogyakarta – Pangandaran – Bandung – Jakarta)

Hey, ich habs tatsaechlich geschafft Bilder hochzuladen und auch hier einzufuegen. Das ist schwieriger als ichs mir vorgestellt hab.  Die Seite muss ich mal ueberarbeiten wenn ich mehr Zeit dazu hab…

Wir sind heute in Jakarta eingetroffen, von wo wir morgen nach Kuala Lumpur fliegen werden um dann weiter nach Sumatra zu fliegen. Klingt etwas umstaendlich, ist aber aufgrund Visa-Problematik nicht anders zu bewerkstelligen…

Die letzten Tage waren interessant und erholsam, wenngleich nicht ganz so extrem ereignisreich wie die Zeit davor.

Aber eins nach dem anderen…

Malang war wie schon kurz beschrieben sehr schoen. So gut wie keine Touristen und man wurde echt oft angesprochen – einfach so und ohne dass sie einem gleich was verkaufen wollen. Das gibts z.B. auf Bali gar nicht – dort kaufst du etwas und bist „braver Tourist“ oder man ist dann nicht mehr ganz so freundlich zu dir… Im nachhinein ist Bali nicht wirklich empfehlenswert!

Von Malang – dort gab es halt auch nicht wirklich viel zu sehen – sind wir mitm Nachtbus nach Yogyakarta gefahren. Dies ergab sich ganz zufaellig, da 2 Schweizer und 2 Hollaender aus unserem Hotel das gleiche Ziel hatten. Die Zugverbindungen waren nicht ganz so gut also sagten wir uns, wir mieten zu sechst einen „Privatbus“. Der sollte um 23 Uhr starten und um ca 7 Uhr ankommen. Tja, er kam dann auch um 23 Uhr, aber war nicht fuer 6 sondern fuer 4 Personen. Und mit Gepaeck wars sowieso voellig unmoeglich. Nach einigen Diskussionen kam dann der Chef des Busunternehmens und gab sich sehr ueberrascht, dass wir mit Gepaeck reisen – Hallo!?!?!? Ein bisschen merkwuerdig sind sie schon manchmal diese Kerle…

Nach erneut laengerer Diskussion haben wir uns dann darauf geeinigt, dass die 2 Schweizer mit dem Flugzeug fliegen (das hatten die von Anfang an eh bevorzugt, da die Busfahrten hier echt ein Abenteuer sind :-)) und wir 4 mitm Bus fahren. Um 1 Uhr gings dann endlich los und der Typ ist auch ganz gut gefahren.  Nur die Klimaanlage im Auto war halt wie immer leider extrem kalt eingestellt. Davon hab ich mir meine erste kleine Erkaeltung zugezogen…

In Yogyakarta sind wir dann im gleichen Hotel wie die Schweizer und Hollaender gelandet (die hatten im Vorfeld schon gebucht), was auch sehr schoen war (grosser Pool). Yogyakarta selbst war nicht so toll. Die grosse Sehenswuerdigkeit – Sultanspalast – haben wir in 3 Anlauefen nicht gesehen. Aufgrund Rhamadan waren die Oeffnungszeiten dort nach Belieben – so hatte es zumindest den Anschein. Der Rest der Stadt war Touristenabzocke (Ueberteuerte Souvenirs).

Bewerbungsfoto vor Prambanan...

Bewerbungsfoto vor Prambanan...

Das Beste waren natuerlich der Borobudur Tempel (buddhistisch) und der Prambanan Tempel (hinduistisch). Beides Weltkulturerbe – und das zu Recht! Leider ist vor allem der Borobudur jahrelang gepluendert worden und daher schon sehr verfallen, aber Prambanan ist noch relativ gut erhalten – d.h. die Haupttempel. Ungefaehr 200 kleinere Tempel sind nur noch Truemmer – nicht auszudenken wie das frueher mal ausgesehen haben muss! Absolut unglaublich (s. Foto links)!!!

Wir blieben dann doch tatsaechlich 4 Tage in Yogya (wie schnell die Zeit doch vergeht, wenn man nach sehenswertem sucht…) und sind dann endlich nach Pangandaran aufgebrochen. Das ist ein kleines Fischerdorf mit gefuehlt 100 Hotels im Sueden Javas. Der Ort wurde 2006 von einem Tsunami zerstoert aber mittlerweile steht wieder alles – und das meiste ist dementsprechend ziemlich neu…

Borobudur in den fruehen Morgenstunden

Borobudur in den fruehen Morgenstunden

Dort hatten wir ein super Hotel fuer einen Schnaeppchenpreis und haben die Gegend mitm Motorbike erkundet – macht mittlerweile wahnsinnig Bock mit diesen Teilen durch die Gegend zu heizen…  Sehr schoen und da dort auch nur sehr wenige westliche Touristen hinfahren waren wir wieder die Hauptattraktion und kamen aus dem Lachen und Winken kaum raus. „Hello Mister“ kann irgendwie jeder hier…

Nach 2 schoenen Tagen (leider hats ab und zu geregnet) sind wir weiter nach Bandung. Der 17. August ist der Unabhaengigkeitstag in Indonesien und Bandung eine riesige Stadt. Also dachten wir uns da geht die Post ab. Tja, nix wars. Eine kleine Parade beim Rathaus und sonst nix! So ein Reinfall, aber die Stadt war ganz nett (viel sehenswerter als Yogya). Ein bisschen Regen gabs natuerlich auch, so wie bisher fast jeden Tag…

Nach einem Tag Bandung sind wir jetzt also in Jakarta gelandet. Nach langer Suche nach einem Hotel haben wir eines gefunden (relativ teuer, aber dafuer Luxus…), haben was gegessen und sind im Internetcafe gelandet…

Uebermorgen sind wir im Dschungel und dann schaun wir mal, ob und wie wir da wieder rauskommen :-)

Erstellt am Mittwoch 18. August 2010
Unter: Indonesien | Keine Kommentare »

Indonesien Teil 3 (Lovina/Bali – Mount Bromo – Malang/Java)

Ein langer und sehr ereignisreicher Trip liegt hinter uns – hier eine versuchte Kurzzusammenfassung:

Dass das Schnorcheln eine sehr geile Sache ist habe ich ja schonmal beschrieben, aber Menjangan Island war echt der Knaller. Schon direkt am Ufer beim Betreten des Meeres schwimmen unzaehlige Fische in allen Farben. Wenn man weiter raus schwimmt (ans Ende des Riffs) sieht man noch viel mehr. Wirklich extrem super und absolut empfehlenswert! Resi war tauchen und das war wohl auch sehr geil (hat sogar einen Hai gesehen). Ich hab mich einen Tag nach meinem ersten Schnorcheln dazu noch nicht in der Lage gesehen…

Die restliche Zeit in Lovina haben wir mit chillen, baden, essen und lesen verbacht. Das Lustigste, was dort noch passiert ist war die Ankunft eines Busses aus Surabaya (Java) voller Muslime. Wir liegen am Strand und ploetzlich fallen ca. 10 muslimische Frauen ueber mich her, die alle ein Foto mit mir und/oder Theresa haben wollten. Wir dachten was ist denn jetzt los und haben die ganze Zeit nur gelacht. Nach ein paar Minuten hat uns einer der Ehemaenner aufgeklaert: Die Frauen haben noch nie einen westlichen Menschen gesehen und wollten deshalb ein Foto haben… :-) Darueber hinaus haben wir uns gut unterhalten, d.h. wir haben uns eigentlich nur alle angelacht, da er nur ein paar Brocken Englisch konnte. Aber das waren mit die lustigsten 30 Minuten des gesamten Urlaubs bisher…

Wir nahmen dann den Nachtbus von Lovina (Bali) nach Probolinggo (Java), der um ca. 5 Uhr ankommen sollte. Die Busfahrt war angenehm. Die fahren natuerlich alle absolut Harakiri-maessig. Der Bus hatte auch schon einen riesigen Sprung in der Windschutzscheibe, aber es ist alles gut gegangen. Er war auch sehr geraeumig und ziemlich sauber. Also alles i.O.

Angekommen sind wir jedoch bereits um 2 Uhr morgens! Und was macht man um 2 Uhr in einer fremden Stadt wo man keine Ahnung hat was man tun soll und wo es was gibt – man laesst sich ueber den Tisch ziehen… Allerdings war unser Deal ganz OK. Wir haben uns fuer 50.000 Rupien nach Cemara Lawang (Bromo-Ausganspunkt) fahren lassen, was nur der doppelte Preis war. Die haben uns das als extra-shuttle-service verkauft, aber im Endeffekt war es ein ganz normal oeffentliches Bemo womit man fuer 25.000 haette fahren koennen. Aber naja wie gesagt um 2 Uhr morgens am A der Welt ist man doch irgendwie hilflos…

Oben angekommen waren natuerlich alle Hotels voll und so durften wir im Aufenthaltsraum eines Homestays warten. Der Hollaender, der noch dabei war, legte sich gleich mal hin. Wir jedoch gingen ein bisschen rum und ich traf auf Armin – ein Deutscher der schon irgendwie an jedem Ort in Asien war glaub ich. Der empfahl uns Malang in Java als Zwischenstopp und so sind wir hier her gekommen…

die unwirkliche Vulkanlandschaft von Bromo (im Vordergrund - raucht)

die unwirkliche Vulkanlandschaft von Bromo (im Vordergrund - raucht)

Nachdem wir uns ein wenig ausgeruht haben sind wir zum Bromo aufgebrochen. Da gehts erst mal gemuetlich eine Strasse bergab und dann steht man ploetzlich in einem riesigen, urzeitlichen Vulkankrater mit Blick auf mehrere aktive Vulkane. Das haut einen fast um! Absoluter Wahnsinn – wir kamen aus dem Staunen kaum raus. Und zum Glueck waren die Touris von der Morgen-Route schon alle weg und wir waren fast allein!

Bromo und ich :-)

Bromo und ich :-)

Wir gingen also gemuetlich direkt zum Kraterrand – da fuehrt eine Treppe hoch… – und dann schaut man dort runter. Da bekommt man wirklich Gaensehaut, v.a. weil er nach wie vor aktiv ist und auch als wir oben waren richtig dichter Rauch aufgestiegen ist!! Wir blieben ueber eine Stunde oben und bewunderten einfach nur die gesamte Szenerie! Unfassbar diese Landschaft. Zahlreiche aktive Vulkane um einen rum – das erlebt man nicht oft!

Beim Rueckweg noch schnell nen heissen Tee (war saukalt da oben) und die Jeeptour fuer den naechsten Morgen (Sonnenaufgang) gebucht. Macht eigentlich fast jeder der dorthin faehrt. Ein Russen-Paar im Hotel empfahl uns zu Fuss zu gehen um den Sonnenaufgang  anzusehen, aber dafuer haetten wir um 2:00 aufstehen muessen und und den Weg durch tiefste Dunkelheit erkaempfen muessen. Das war uns zu krass – lieber bis 3:30 schlafen und dann mit dem Jeep los…

Der Jeep holte uns also um 4:00 ab und wir fuhren ganz schoen lang. Dann noch ein Stueck auf eine Aussichtsplattform (wie unzaehlige andere Touris…) zu Fuss und dann ging die Sonne auf. Wiedermal Gaensehaut… Nen Sonnenaufgang hat man natuerlich schon mal gesehen, aber bei ganz klarem Himmel direkt ueber Vulkanen eine aufgehende Sonne hat schon was… Nach ca. 100 Fotos gings auf dem Rueckweg nochmals am Bromo vorbei (ca. 90% der Touris kommen spaet abends aus Yogyakarta an und fahren erst am naechsten morgen zum Bromo). Natuerlich fahren die Jeeps nicht direkt hin, denn so kann man noch ein bisschen die Touris ausnehmen, indem man Pferde vermietet fuer die ca 2 km zum Kraterrand… Naja Geld wird halt an allen Ecken und Enden gemacht…

leckere Instantnudeln als Fruehstueck bei Cemoro Lawag

leckere Instantnudeln als Fruehstueck bei Cemoro Lawag

Zurueck gings dann mit einem extrem uebervollen Bemo (19 Personen auf Plaetzen fuer vielleicht 10) zur Bushaltestelle in Richtung Malang. Dort wollte natuerlich wieder ein Kerl ueberteuerte Tickets verkaufen, was wir freundlich ablehnten… Sind ja schon einige Zeit hier und nicht mehr ganz so leicht uebers Ohr zu hauen.

Die Busfahrt im oeffentlichen Bus war der absolute Wahnsinn! Wir waren natuerlich die einzigen Touris und so starren einen die Leute (v.a. Kinder) immer etwas an – aber nicht unfreundlich, sondern eher wie im Zoo… Wenn man sie dann anlacht, lachen und winken sie zurueck. Das ist echt nett…

Das Beste an der Busfahrt war ein Stopp an einer groesseren Haltestelle irgendwo im Nirgendwo. Erst kamen 4-5 Getraenke- und Suessigkeitenverkaeufer an Bord. Dazu gleich zwei Gittarrenspieler und Saenger. Dann kamen 2 Bettler (einer mit Kind auf dem Arm und ein Blinder, der jeden antatschte). Dann kam noch ein Zeitungsverkaeufer, Verkaeufer von Cremes, Seifen, Taschentuecher, Buecher und zum Schluss nochmal ein Getraenketyp. Alles natuerlich auf engstem Raum im uebervollen Bus bei ziemlich unangenehmer Hitze. Ich hab nur den Kopf geschuettelt und gelacht… Der Wahnsinn!

Angekommen in Malang sind wir dann nach einem Ewigkeitsstau. Hier in Indonesien sind am 17. August Unabhaengigkeitsfeiern. Dafuer werden ueberall auf den Strassen Maersche von Schulkindern geuebt. Wirklich in jeder Stadt und irgendwie zu jeder Uhrzeit! Das hat die Fahrt etwas in die Laenge gezogen, weil Ueberholen ist nicht ganz so leicht (2-3 mal Hupen, ein Blinker und ab durch die Mitte…).

Malang ist nett und hier sind fast keine Touris. Die Indonesier lachen uns alle an und wenn wir dann zuruecklachen winken sie und freuen sich (denke ich zumindest…). Vor allem die Maedels stehen auf meine sehr weisse Haut, wobei ich tatsaechlich schon ein bisschen braun geworden bin… :-) Sehr nette Menschen hier!

Morgen gehts mit dem Mini-Nachtbus zu sechst (mit 2 Hollaendern und 2 Schweizern aus unserm Hotel) nach Yogyakarta – da wimmelts nur so von Touris…

Erstellt am Sonntag 8. August 2010
Unter: Indonesien | 3 Kommentare »

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