Indonesien Teil 5 (Jakarta – Kuala Lumpur – Bukit Lawang/Sumatra)

Nun ist es tatsaechlich schon so weit, dass ich den vorletzten Beitrag zu Indonesien schreibe. Wie heissts doch so schoen beim Hausfrauen-Small-Talk: „Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht“. Aber das muss ich jetzt auch mal los werden…  :-)

Wir sind mittlerweile in Sumatra (westlichste Insel von Indonsien) eingetroffen. Und man muss zum Glueck sagen: Das Beste kommt zum Schluss. Hier ist es wirklich sehr, sehr schoen und erholsam.

Jakarta und Kuala Lumpur waren nett, aber halt typische Grossstaedte. Wenngleich man sagen muss, dass sie sehr sauber und (leider) westlich orientiert sind. Wenn ich das wiedermal mit Vietnam vergleiche ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht. Leute, wenn ihr mal eine richtig krasse asiatische Stadt sehen wollt dann fahrt nach Hanoi!!!! Das war der absolute Knaller und um ca 100 Jahre hinter allen Staedten hier in Indonesien zurueck!

Von KL sind wir nach Medan (Sumatra) geflogen und haben am Flughafen gleich einen Guide aus Bukit Lawang getroffen. Bukit Lawang ist der Ort, von dem aus man am Besten und Einfachsten Jungle-Touren unternehmen kann. Und das ist bisher das absolute Highlight der gesamten Reise.

Bukit Lawang: Orang Utan hangelt sich von Baum zu Baum

Bukit Lawang: Orang Utan hangelt sich von Baum zu Baum

Die Unterkunft ist nicht ganz so toll (wir haben ziemlich gegen Kakerlaken kaempfen muessen) aber dafuer sehr billig! Ausserdem sind die Leute dort wirklich nett und immer hilfsbereit. Kakerlaken gibts hier halt ueberalll… :-)

Der Guide hat uns gleich zu einer Unterkunft gebracht und wir haben auch sofort eine Jungle-Tour gebucht. Natuerlich wollen die halt auch gleich ein Geschaeft mit dir machen. So kannst du gar nicht auf die Idee kommen, woanders noch zu schauen und die Angebote zu vergleichen. Aber auch das ist hier in Asien halt so… Und die Preise fuer Jungle-Trecks sind sowieso von der Regierung festgelegt, da es sich um einen Nationalpark handelt!

Wir haben dann zunaechst noch einen Tag entspannt und den netten Ort, der 2003 leider von einer Springflut zerstoert wurde, betrachtet.

Der Jungle-Treck (eine Nacht im Jungle) war in allen Belangen perfekt! Viele Tiere, wahnsinns Essen, Baden wie ein Gott…

Thomas Leaf Monkeys (ja, das war dann manchmal mein Spitzname bei den Einheimischen...)

Thomas Leaf Monkeys (ja, das war dann manchmal mein Spitzname bei den Einheimischen...)

Wir (insgesamt 9 Personen – 2 Guides, wir beide, 2 Deutsche, 1 Franzoesin, 2 Italiener) sind schon frueh morgens gestartet. Da der Jungle in diesem Gebiet ziemlich bergig ist, hab ich nach 10 Minuten schon so geschwitzt, wie noch nie in meinem Leben. Nach 30 Minuten war ich komplett – ja, bis auf die Socken – durchgeschwitzt. Aber kurz darauf haben wir die ersten Affen – sog. Thomas Leaf Monkeys – direkt vor uns gesehen. Und schon spuert man den Schweiss nicht mehr  :-)  Einfach toll, den frei lebenden Affen zuzusehen. Und zum Glueck waren die nicht schuechtern, so konnten wir bis auf wenige Meter ran um Fotos zu machen – die Fotos kommen noch :-)

Kurz darauf wiederum haben wir die ersten Orang-Utans in etwas groesserer Entfernung gesehen. Aber schon wenige Meter danach war ein Orang-Utan mit Baby direkt vor uns und hat sich ungefaehr 2 Meter ueber uns hinweggehangelt. Wenn man dachte, dass er\sie das Baby doch gleich auf dem Ast vergisst, dann hatte ers schon wieder im Arm und weiter gings. Keine Ahnung wo der hin wollte – wir haben alle einfach nur gestaunt…

Makaken: immer und ueberall im Dschungel zu finden...

Makaken: immer und ueberall im Dschungel zu finden...

Makaken-Affen laufen im Jungle sowieso ueberall rum, also hatten wir die auch gleich ueberall um uns rum. Die waren auch bei unserer Unterkunft und ueberall im Ort vertreten, um die Muelleimer nach Essbarem zu durchsuchen :-)

Dann sahen wir noch eine ziemlich giftige Schlange (zum Glueck nur Nachtaktiv) und viel, viel Gruen. In den Pausen, wo ich wieder ein wenig trocknen konnte – zumindest im Gesicht – gab es immer zahlreiche Fruechte (u.a. Bananen, Maracuja, Ananas, Mandarinen). Hmmm, waren die lecker…

richtig fetter Waran direkt neben unserem Dschungel-camp

richtig fetter Waran direkt neben unserem Dschungel-camp

Als wir im Camp – direkt am Fluss – angekommen sind hiess es „Welcome to 5-Star-Hotel“. Dort waren noch 2 Guides, die schon fuer uns gekocht haben. Und direkt dort gab es eine Art natuerlichen Swimming Pool im Fluss.

Ich kann Euch sagen: Der Sprung in glasklares Jungle-Wasser nach dem schweisstreibendsten Tag meines Lebens war das beste Gefuehl das ich seit langem hatte! Einfach traumhaft!!!

Wir entspannten dann erstmal, wuschen unsere Klamotten ein wenig im Wasser und erkundeten ein wenig die Gegend. Allzu tief traute sich aber niemand in den Dschungel…. :-)

Am Abend gab es dann hervorrangendes Essen, Tee, Kaffee, Kekse und viel, viel Ruhe. Ploetzlich fingen die Guides an jeden zu massieren (von 3 Personen gleichzeitig massiert zu werden ist ein merkwuerdiges Gefuehl) und Kartentricks aufzufuehren. So wurde es wirklich keine Sekunde langweilig!

Das Bett bestand aus einem provisorischen Zelt, das eigentlich an allen Seiten offen war… Moskitos gibt es in dieser Hoehenlage nicht, also war das auch kein Problem. Ausserdem sagten die Guides, dass sie rund um das Lager Salz gestreut haben, und dadurch keine giftigen Tiere ins Lager kommen. Ich hab ihnen geglaubt und damit ganz gut geschlafen…

Am naechsten Morgen gabs erstmal ein extrem leckeres Fruehstueck bestehend aus wiederum zahlreichen Fruechten, Ruehrei und Toast. Danach haben wir bis Mittag nur entspannt, gebadet, gesonnt und Fruechte gegessen. Ausserdem sind wir ein bisschen getubed, d.h. mit Reifen den Fluss runter. Das sah wohl vor allem bei mir etwas ungestuem aus, weil ich als einziger von den Guides allein  gelassen wurde und irgendwie immer auf die Felsen zugesteuert bin – egal wie ich „gelenkt“ habe…

Die Guides hat das auf jeden Fall sehr amuesiert…

Zurueck nach Bukit Lawang gings per Rafting auf dem Fluss bei strahlend blauem Himmel…

Ein absolutes Muss, wenn jemand von Euch nach Indonesien reisen sollte!!!

Leider hat sich Resi wohl einen kleinen Sonnenstich geholt, weil es ihr kurz danach schlecht ging und sie sogar leicht Fieber hatte. Haette das Fieber laenger angehalten waeren wir sofort zum Arzt gegangen, aber es ging ihr nach einem halben Tagt schon wieder ganz gut und mittlerweile passt wieder alles!

Also, rundum gelungen und absolut empfehlenswert!

Bilder kommen noch, aber jetzt heisst erstmal noch: weiter entspannen!

Ein Kommentar zu “Indonesien Teil 5 (Jakarta – Kuala Lumpur – Bukit Lawang/Sumatra)”

  1. nina sagt:

    hey wirklich gute fotos von den äffchen! und sogar mit nachwuchs – wahnsinn!! hab meine verwandten ja lange nicht mehr gesehen… :) hoff du hast ihnen schöne grüße ausgerichtet… wenn resi die fotos mal bisschen sortiert, dann muss ich die unbedingt alle mal sehen.
    bis bald (live & in farbe – hehe)
    nina

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