Archiv für September, 2010

Cairns – Cape Tribulation – Great Barrier Reef – Zusammenfassung Ostkueste Australien

Das letzte Kapitel der Ostkueste nutze ich nun fuer eine Art Zusammenfassung und "Abrechnung" mit dem touristischsten Teil der Erde, den ich bisher erlebt habe.

In Cairns habe ich als erstes eine Tour nach Cape Tribulation gebucht, da dies ueberall und von allen empfohlen wurde. Aber ich muss sagen, das war die bisher groesste Enttaeschung der extrem touristischen und von Deutschen geradezu ueberlaufenen Ostkueste Australiens!

(Krokodil auf dem Daintree River)

(Krokodil auf dem Daintree River)

Wir wurden frueh abgeholt und so begaben wir uns (12 Personen) auf dem Weg nach Cape Tribulation. Das Cape Trib ist der nordoestliche Zipfel Australiens, wo es die aeltesten Regenwaelder der Erde und hunderte Tier- und Pflanzenarten geben soll. Unter anderem zahlreiche Krokodile, 7 der zehn giftigsten Schlangenarten der Erde usw. Wir fuhren auf dem Weg dorthin am Mossman Gorge vorbei (Fluss, wo man evtl. baden kann, aber bei uns war das Wasser zu hoch) und an einem Zoo, wo wir einen Cassowary bestaunten – jeder der einen sehen will sollte zu www.google.de gehen und das Wort eingeben. Es ist mir irgendwie zu bloed, Tiere, die komplett hinter Gittern sind zu fotografieren.

(Flughunde bei Cape Tribulation)

(Flughunde bei Cape Tribulation)

Dann fuhren wir weiter ueber den Daintree River. Dieser verbindet das "Festland" mit dem Cape Trib. Von unserem Tourguide Pete wurde noch gross angekuendigt, dass wir jetzt die Zivilisation verlassen (und ich dachte YUHUUU!) aber bei ihm bestand der Unterschied zwischen Zivilisation und Nicht-Zivilisation wohl nur darin, ob man Handyempfang hat oder nicht. Sonst sah ich keinen Unterschied – es gab geteerte Strassen, oeffentliche Toiletten, Cafes, Supermarkt, Apotheke, Restaurant, Resort&Spa Hotels usw…. So weit ist die Menschheit also schon – Prostmahlzeit ;-)

Spinne Cape Trib

Spinne Cape Trib

Wir fuhren noch an einem Aussichtspunkt vorbei und dann in die verschiedenen Unterkuenfte, die man vorher buchen musste. Ich stieg im Ferntree Hostel ab, was sich als Unterkunft fuer betagtere Personen herausstellte, was ja grundsaetzlich kein Problem ist. Sowas ist mir lieber als diese "Ballermann – Unterkuenfte" die man an der gesamten Ostkueste findet…

(Farne bei Cape Trib)

(Farne bei Cape Trib)

Dort war ich mit nem schweigsamen Norweger (Thor) und einer verrueckten aber lustigen Israelin (Luisa) im Zimmer. Zum Glueck buchte ich keine weitere der suendhaft teuren Touren sondern ging spazieren und kochte. Beim Spazierengehen am Strand und durch den Dschungel – befestigte Wege im Dschungel sind sicher auch ein Zeichen von nicht vorhandener Zivilisation – waren relativ wenige Leute unterwegs, was auf jeden Fall einen Bonuspunkt gibt.

(gelbe Raupe)

(gelbe Raupe)

Thor machte einen Nightwalk durch den Dschungel was sich als totaler Flopp herausstellte, da man nichts gesehen hat…

Das Spazierengehen war aber sehr nett. Ich entdeckte riesige Flughunde, Spinnen, Heuschrecken in lustigen Farben, Raupen in ebenfalls lustigen Farben, Schmetterlinge (JAAA, ich sah den Ulysses, den man nicht so leicht sieht aber fuer ein Foto war er zu schnell!!) und noch einige andere fliegende Tiere und Tierchen.

(vermutlich ne Heuschrecke)

(vermutlich ne Heuschrecke)

Um wenigstens ein bisschen Geld zu sparen entschied ich mich fuer das beste Essen der Welt – Spaghetti mit fertiger Bolognesesauce. Um mal Preise zu nennen: Die Nudeln kosteten gute 2,50 EUR und die Sauce gute 6 EUR. Aber man hat ja zwei extrem leckere Essen davon… :-)

Die Nacht war ruhig. Am naechsten Morgen ging ich erneut spazieren und wurde um ca. 14 Uhr abgeholt um auf dem Daintree River eine Bootstour mit Krokodilsuche zu unternehmen. Das war ganz nett. Wir fuhren auf dem riesigen Fluss entlang und sahen ein grosses, ein ca. 1,5 Jahre altes und ein Baby (ca. 0,5 Jahre alt). Ausserdem einen Kingfisher Vogel und lustige andere Flattertiere.

(und noch ein ganz kleines Krok auf dem Daintree)

(und noch ein ganz kleines Krok auf dem Daintree)

Danach gings zurueck in die "Zivilisation" , d.h. zum Ballermann – aehhhh nach Cairns. Ich war wirklich sehr enttaeuscht von dem ganzen Trip. Auch ueberhaupt von der Ostkueste Australiens und irgendwie kam das alles an diesem Abend hoch. Ich war so richtig sauer. Ich glaub, ich schimpfte der Resi beim Skypen richtig die Ohren voll – Sorry wenns zuviel war Theresa…

Es kann doch nicht sein, dass ich der einzige bin, der sich teilweise von der Touristenabzocke verarscht vorkommt – und am darauf folgenden Abend fand ich endlich Gleichgesinnte. Sowohl in meinem Zimmer waren zwei Maedels (1 Deutsch, 1 Holland) die beide von der Ostkueste enttaeuscht waren und sich einfach etwas komplett anderes vorgestellt hatten. Beim Essen traf ich dann zufaellig auf Anna und Saskia, ebenso Deutsch, die sich mal so richtig ueber diesen extrem teuren und touristischen (ich wiederhole mich sicherlich) Streifen Australiens ausgelassen haben! Ach war das herrlich endlich stundenlang einfach zu Schimpfen und zu Laestern! In so gut wie allem waren wir uns komplett einig.  Z.B. darin, dass es ein totaler Witz ist, das was hier 75% der Leute machen "Auslandserfahrung" zu nennen. Das ist das Gleiche, wie wenn man 6 Monate nach Palma de Mallorca geht und das Auslandserfahrung nennt! Wahnsinn, und zu sowas wollten mich meine Professoren immer ueberreden. "Geh nach Australien, da sammelt man Auslandserfahrung". So ein Witz!!! Hier laufen mehr Deutsche als in Deutschland rum und saufen kann ich in Muenchen, am Ballermann und ueberall auf der Welt!!!

Und das was Anna und Saskia erzaehlt haben, dass sie einige getroffen haben, die seit Monaten nur im Hostel rumflacken und jeden Abend Filme auf ihrem Laptop schaun, saufen und schlafen glaube ich sofort!

Das mit den Laptops muss man sich sowieso mal auf der Zunge zergehen lassen. Hier gibt es bei Burger King und McDonalds und sicherlich noch bei anderen Orten kostenlos WIFI Zugang. Wirklich 80% der Leute sitzen beim MAC und haben einen Laptop vor sich – wie krank ist das denn!?!?! Das kann man schwer beschreiben aber man weiss auf den ersten Blick nicht ist es ein MAC oder ein Internetcafe. Wie wird das denn in 10 Jahren sein – da kommste wohl gar nicht mehr in den MAC rein, wenn du keinen Laptop hast!?

Total krank!

DANKE Anna und Saskia! DANKE fuers Laestern, fuer den guten Plastiktueten-Wein, fuer eure witzigen Geschichten und fuer den neuen Mut, den ihr mir dadurch gegeben habt!

Am Tag darauf ruhte ich mich ein wenig aus und buchte wiederum fuer den folgenden Tag eine Tauch- und Schnorcheltour ins Great Barrier Reef. Dieser Ausflug war der Beste, den ich bisher erleben durfte (nach Fraser Island).

Wir wurden frueh abgeholt und zum Boot (Reef Experience) gebracht. Dort setzte ich mich neben zwei US-Maedels aus California die ganz nett waren. Mir gegenueber sassen 3 Chinesen.

Die Fahrt ins Reef (erster Stopp Hastings Reef) dauerte gute 2 Stunden. Nach guten 3 Minuten Fahrt war die erste Chinesin mir gegenueber total seekrank. Da hatte der lustige Organisator noch gar nicht angefangen seine Tipps gegen Seekrankheit (u.a. kostenlose Ingwertabletten) zu erzaehlen. Als die Dame mit den Tabletten an unseren Tisch kam sah sie die Chinesin mit grossen Augen an und traute den Augen wohl nicht so ganz, denn nach 3 Minuten seekrank zu sein (bei NICHT DEN GERINGSTEN WELLEN) hat sie wohl auch noch nicht gesehen. Naja, die Chinesin kaempfte noch ein wenig. Als "es" soweit war sahen es zwei der Crewmitglieder. Der eine rannte zu den Kotztueten, sprang ueber den Tresen und hielt ihr gerade noch einen Tuete vor den Mund – das gab High-5 mit den anderen Crewmitgliedern :-)

Nach ca. 1 Stunde Fahrt merkte ich auch, dass es wohl mal besser waere raus zu gehen. Mir war nicht uebel, aber leicht mulmig und draussen beruhigt sich das meist schnell wieder. Ich ging bei der Tuer raus und traute meinen Augen kaum. Das ganze Boot war voll mit kotzenden Passagieren! Sowas hab ich noch nicht gesehen. Also schnell ins Eck und aufs offene Meer schauen – sonst kotz ich nicht wegen Seekrankheit sondern wegen kotzenden Seekranken… :-)

Naja, als wir ankamen bekamen wir eine kurze Einweisung ins Tauchen – es sollte ja mein erster Tauchversuch werden. Mulmig war mir schon, denn so ohne ist das Tauchen dann auch wieder nicht… Da ich aber erst in Gruppe 8 war gings erstmal zum schnorcheln. Dort bekam ich richtig Hoehenangst, weil ich natuerlich erst ins falsche Teil des Reefs geschwommen bin, der mal so richtig tief war. Also raus ausm Wasser und gesagt, dass ich nicht tauchen werde – denn wenn ich schon Angst beim Schnorcheln bekomme….

Naja der Crewtyp meinte dann: "Come on, guy, do it for me – you will love it!"

OK dachte ich dann komm ich halt in 10 Minuten nochmal und sag dann ab. Also nochmal schnorcheln und diesmal in den richtigen Teil des Reefs. Und da wars saugeil! Die Sicht war nicht die beste (Indonesien war um klassen besser!!) aber dafuer schwomm eine richtig grosse Schildkroete direkt neben und unter mir. Ich folgte der Schildkroete mindestens 30 Minuten und genoss dieses gechillte Schwimmen! Wehe meine ca. 10 Fotos mit der Unterwasserkamera werden nichts!!!

Great Barrier Reef (Hastings Reef)

Great Barrier Reef (Hastings Reef)

Dann wurde meine Gruppe gerufen und ich schwamm ploetzlich richtig motiviert zum Tauchen. Guertel rum, Flasche drauf und als es hiess "are you ready to do down" sagte ich nur "Yes!" und rein mit dem Stoepsel in den Mund. Unter Wasser zu atmen ist halt etwas Neues fuer mich. Also atmete ich erstmal so schnell als gaebe es bald keine Luft mehr und sah vor lauter Blasen den Tauchlehrer nicht mehr… :-)

Also wieder hoch und der Tauchlehrer meinte "Relax, relax". Das nahm ich mir zu Herzen und beim zweiten Versuch gings deutlich besser! War richtig geil das Gefuehl unter Wasser. Ich musste mich dann an einer Art Leiter wie einige andere festhalten und nachdem die letzten meiner Gruppe runtergeholt wurden gings noch ein bisschen weiter runter. Leider bekam ich dann schnell Ohrenprobleme. Das mit dem Druckausgleich hat nicht funktioniert. Der Tauchlehrer meinte ich soll doch den Kopf schief legen oder die Nase zu und so den Druck ausgleichen aber das hat alles nicht geklappt – LEIDER!

So warens im Endeffekt ca. 3 Meter unter Wasser und ich wollte dann wieder hoch. Wenn ich Schmerzen im Ohr hab machts keinen Spass.

Naja egal, danach wurde noch geschnorchelt, gegessen und nochmals geschnorchelt am zweiten Punkt, dem Michaelson Reef.

Die Chinesin lag uebrigens mittlerweile auf einer Bank im Boot (so wie die gesamte restliche Zeit). Sie ass den ganzen Tag nichts, trank nichts (ausser einem Glas Wasser). Sie sah einfach nur tot aus. Ich habe in meinem Leben noch keinen so kreidebleichen Menschen gesehen! Was fuer ein Ausflug…

Beim Zurueckfahren gabs Cracker und Wein. Ein sehr gelungener Ausflug an dem ich richtig Blut geleckt habe was das Tauchen betrifft. Dieses ruhige Dasein unter Wasser hat was!!!

Noch einen Tag in Cairns muss ich aushalten und dann gehts weiter nach Alice Springs zum Uluru, den Kata Tjuta (Valley of the Winds) und dem Kings Canyon! 2 Naechte Camping unter freiem Himmel – freu mich richtig drauf! Endlich mehr Abenteuer!!!!

Erstellt am Dienstag 28. September 2010
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Hervey Bay – Airlie Beach (Whitsunday Islands) – Townsville + Magnetic Island – Cairns

Die Nachtbusfahrt von Hervey Bay nach Airlie Beach (13 Stunden) ging schnell vorbei. Ich konnte sogar ein bisschen schlafen. Insgesamt waren 6 Maedels und ich an Board, so war auch ausreichend Platz…

(Whitehavenbeach)

(Whitehavenbeach)

Angekommen in Airlie Beach bezog ich mein Zimmer im YHA und haute mich erstmal aufs Ohr. Mittags gings dann los auf Tour-Suche fuer die Whitsunday Islands. Das Wetter war zum Glueck traumhaft und sollte auch die naechsten Tage so bleiben. Nach einigen Ueberlegungen hab ich mich dann fuer eine 1-Tages-Tour entschieden. Das mit dem Segeln klang nett, aber irgendwo dachte ich muss ich auch mal sparen – also fange ich hier an.

Es gibt im Grunde 3 Moeglichkeiten eine 1-Tages-Tour zu machen:

1. ein richtiges Schnellboot (was mir dann etwas zu schnell, weil zu kurz von der Dauer war)

2. ein Segelkatamaran, d.h. ein schnelles Segelboot (was mir etwas zu langsam war, weil man nur kurz an den Orten bleiben konnte)

3. ein grosses Ausflugsschiff (dafuer hab ich mich letztendlich entschieden, weil  das umfangreichste Programm geboten wurde und es das guenstigste Angebot war!))

Das Bott war OK, ziemlich voll (120 Personen) aber dementsprechend natuerlich sehr unpersoenlich. Gut, das ist halt was anderes als ein kleines Segelboot mit 6 Personen drauf…

(Koalawarnung auf Magnetic Island)

(Koalawarnung auf Magnetic Island)

Wir fuhren zuerst zum Whitehaven Beach. Das ist ein weisser „“Traum-„Strand. Klar ist der schoen (der Sand ist wie Mehl – sooo weich…). Aber im Endeffekt ist es halt auch nur ein Strand wie jeder andere auch und ich bin nicht der wahnsinns Strandfanatiker. Weiter gings zum Schnorcheln nach Hook Island. Das war nett, aber Indonesien war um Klassen besser. Das Wasser war naemlich in Indo viel klarer und so konnte man viel weiter sehen! Bei Hook Island waren dafuer viel mehr Fische (hatte die ganze Zeit welche in den Haenden und an den Fuessen beim schwimmen…). Leider war das schnell wieder vorbei, weil es noch eine Fahrt mit einem Glosbodenboot gab. Aber da das Wasser eben auch hier nicht sehr klar war, war das auch nicht der Mega-Brueller.

Als dritten Stopp gabs dann noch Daydream Island. Das ist ein 6-Sterne-Resort mit eigenem Riff unter dem Restaurant usw. Sehr luxurioes (6000 AUD fuer eine Nacht!!!). Aber auf sowas stehe ich halt mal ueberhaupt nicht und daher war diese Werbefahrt eher langweilig.

Fazit des Ausflugs: Nett aber wuerde ich nicht nochmal machen!

Weiter gings dann gleich in der Nacht mit dem Nachtbus nach Townsville. D.h. es war kein wirklicher Nachtbus, denn die Fahrt ging um 02:15 los und ich kam um 6:45 an. 

(Bus)

(Bus)

Dementsprechend K.O. war ich bei der Ankunft. In Townsville ging ich in ein Guest House und legte mich dort auch erstmal aufs Ohr. Danach ein bisschen die Stadt angesehen (ist relativ gross) und auf den Castlehill-Lookout gegangen. Das ist eine Art Aussichtshuegel ueber die Stadt und das Outback. Keine Ahnung wie hoch, aber ich kam ordentlich ins Schwitzen (und die Einheimischen nutzen den Berg fuers joggen – ich war der einzige mit FlipFlops und ohne Joggingschuhe…).

(ist er nicht nett...)

(ist er nicht nett...)

Am Tag darauf gings nach Magnetic Island. Die Insel liegt nur 20  Minuten von Townsville entfernt und ihr wird nachgesagt, ganz nett zu sein. Kaum angekommen und im Hostel meiner Wahl (Arcadia Beach Guest House) angerufen kam auch gleich ein gruener Rolls Royce und holte mich ab. Was fuer ein geiles Auto… Und es passt zur Unterkunft. Die gehoert zwei Robinso-Crusoe-Typen, die aber beide sehr laessig und nett sind!

Die Insel ist mit zahlreichen Wanderwegen ausgestattet und so machte ich dann auch gleich noch ne Wanderung nach „The Forts“. Das ist eine alte Verteigungsanlage aus dem zweiten Weltkrieg um Townsville vor den Japanern zu beschuetzen. Dort sah ich die ersten frei lebenden Wallabys (kleine Kaenguruhs), Koalas und viele Lorikeets. Das sind richtig geile Voegel, die ganz schoen krach machen aber extrem farbenfroh sind. Koalas sind immer etwas unspektakulaer, weil sie den ganzen Tag nur schlafen und dann zwischendurch fressen… Aber sehr nette Tierchen.

Die Ausblicke von dort oben waren sehr schoen! Man sah die zahlreichen Buchten der Insel, in denen teilweise kein Mensch ist. Das ist fast unglaublich. Traumhafte Sandbuchten mit glasklarem Wasser und kein Mensch dort! Sowas gefaellt mir – nicht diese Tourimassen wie in Airlie Beach oder Hervey Bay…

Ich blieb drei Tage auf Magnetic und genoss die Zeit in vollen Zuegen. Leider waren die angekuendigten 315 Sonnentag pro Jahr bei mir grad im Urlaub, sodass ich 3 Tage Bewoelkung und (gelegentlich) Regen hatte. Aber trotzdem wars schoen.

Die Abende mit Ian und Paul, den beiden Hostelinhabern waren ebenso gut gelungen (Pizza, BBQ, Braten – lecker!!).

(Lorikeet - die machen einen Laerm...)

(Lorikeet - die machen einen Laerm...)

Nach 3 Tagen war es aber auch genug und Zeit weiter zu ziehen. Ich habe in Cairns ja noch einiges vor (Cape Tribulation, evtl. Atherton Tablelands, Great Barrier Reef Schnorcheln und evtl. tauchen).

In Cairns mit dem Bus angekommen wurde ich vom Hostel-Putzmann abgeholt und durfte im 6-Bett-Zimmer mein Bett beziehen. Dann musste ich mal was essen und ging mit einer Irin, einer Amerikanerin und einem Deutschen aus meinem Zimmer ins Woolshed zum essen und ja dann auch trinken. Dass das ne Partybar ist hab ich erst im nachhinein herausgefunden und fuer Kondom auf dem Kopf zum Platzen bringen fuehl ich mich langsam doch zu alt, aber war ganz ok.

(Wallaby)

(Wallaby)

Mal kuckn was hier geboten ist. Cairns ist die absolute Touri-Hauptstadt und damit das absolute Gegenteil dessen, was ich wirklich gerne mag. Aber vielleicht ists ja doch nicht so schlimm wie befuerchtet…

Erstellt am Samstag 25. September 2010
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Singapur – Brisbane (Australien) – Hervey Bay

So, nun bin ich also in Australien angekommen.

Der Flug von Singapur war sehr angenehm. Sehr guenstig und das Flugzeug war halb leer (Emirates ist sehr zu empfehlen!!!). Der Flug verging mithilfe von Shrek Teil 3, Robin Hood und meinem Sitznachbarn – Tobi aus Koeln – sehr schnell. Naja er wurde erst spaeter mein Nachbar, am Anfang hatte ich gar niemanden in der Reihe… Wir tranken ein paar Weine und Wodkas und so wurde es ganz amuesant…

Angekommen in Australia war die Einreise-Thematik sehr schnell erledigt. Stempel in den Pass – kurze Frage, ob ichn alle Fragen auf dem Einreise-Formular verstanden habe – und fertig war ich. Die Einreisebestimmungen sind nicht ohne, da man nichtmal ne Orange einfuehren darf. Australien ist halt auch nur ne Insel und die wollen nicht den Hauch eines „unbekannten“ Virus/Bakterie einschleppen…

Dann gings mitm Bus zum Hostel in Brisbane. Dass die Preise hier etwas anders sind als in Asien war beim Bus schon ersichtlich. Der kostet fuer ne ca. 20-Minuten-Fahrt  11 EUR (in Kuala Lumpur kostete er 2 EUR fuer eine Stunde Fahrt…). Alter Schwede…

das Foto musste ich einfach haben...

das Foto musste ich einfach haben...

Naja um 2.30 morgens bin ich angekommen und wurde auch gleich eingewiesen. Das Hostel – bunk backpackers – war OK. Tja, es gab dort halt gleich ne Backpackerbar nebenan und deshalb war es teilweise ziemlich laut. Und dass ich mit meinen 29 Jahren den Altersdurchschnitt extrem anheben wueder dachte ich vorher auch nicht gerade… Naja die erste Nacht im 4-Bettzimmer war in Ordnung. Ruhig und man konnte gut schlafen. Am zweiten Tag wollte ich dann mal kuckn was man hier so alles treiben kann in Australia. Ich hab mir vorab sehr wenig informiert (ausser bei meiner Kollegin Andrea F. und bei Ulli, meinem persoenlichen Reisefuehrer…). Naja und da stand ich dann vor ca. 50 Broschueren und war erstmal komplett erschlagen! Alter, dachte ich, was mach ich hier eigentlich. Es gibt tausend Sachen und alles kostet einen Haufen Geld! Naja, da musste dir schon sicher sein, wenn du was buchst, denn wenns sch… ist dann aergerst du dich aber gewaltig! Ja und so ging ich in ein Cafe um ein bisschen auszusortieren. Das gelang mir ganz gut (ca. 50% war gleich mal erledigt). Am Abend ging ich daruber hinaus ca 4 Stunden am Brisbane River spazieren um nachzudenken was ich wo und wie mache… Puhhhh, da fehlt halt dann jemand mit dem man richtig diskutieren kann und dem man vertraut. Klar, man redet mit vielen ueber dies und das aber der eine sagt SUPER und der andere ist total enttaescht. Das machts nicht einfach!

Aber auf diesem Wege auch nochmal Danke an Ulli – wir haben die ersten Tage unzaehlige Emails geschrieben und so hat er mich ueber Wasser gehalten – wie versprochen Ulii: Wenn ich wieder daheim bin haun wir ordentlich rein und du bist eingeladen!!

So, ich verbrachte dann zwei Tage in Brisbane – der erste unspektakulaer. Der andere schoen. Ich fuhr in den Lone Pine National Park – empfehlenswert!. Das ist ne Art Wildpark Poing nur ohne Rehe, Biber und Wildschweine. Dafuer mit Kaenguruhs, Koalas und Krokodilen… Und da durfte ich gleich mal das ukltimative Touri-Foto machen (Koala auf dem Arm). Das musste ich aber einfach haben :-)

na, was ist das??

na, was ist das??

Von Brisbane gings weiter 7 Stunden mitm Bus nach Hervey Bay. Pefekt erwischt, denn es regnete den ganzen Tag (bisher der einzige verregnete Tag) :-))

In Hervey Bay bin ich ins NEXT Backpackers Hostel gegangen, was sehr zu empfehlen ist. Relativ ruhig, aber nicht zu ruhig und sehr sehr sauber! Freundliches Personal trifft man ja sowieso ueberall…

Dort buchte ich dann gleich ne 2-Tages-Tour auf Fraser Island und den Whitsunday Islands. Fraser Island ist eine riesige Insel, die aus Sand (75 Mile Beach), Wald, Tieren und Seen besteht. Klingt zunaechst relativ unspektakulaer, aber da sie UNESCO Weltnaturerbe ist muss sie schon was zu bieten haben – und das hat sie :-). Whitsunday ist ein Traumstrand, wo man einen Segelturn buchen kann (soll). Das macht halt jeder, der hier an der Ostkueste ist…

Tja, direkt nach der Buchung las ich im Internet, dass mein gebuchtes Boot Bed Bugs (Wanzen) verseucht sein soll – na super. Natuerlich ging ich gleich wieder zum Tour-Heini und dachte der reisst mir den Kopf runter. er hat mich echt ausfuehrlich und nett beraten und nun will ich was stornieren… Tja, aber er nahms total locker und nett auf und sagte „sure, I’ll write an Email“. Naja, es sind einfach alle nett hier! Das stornieren hat dann zum Glueck  auch geklappt (gegen 10 % Gebuehr).

ja, auch die gibts hier...

ja, auch die gibts hier...

Am Sonntag gings dann nach Fraser Island wie gesagt fuer 2 Tage. Es war eine Tour mit max. 40 Personen (alle kleineren waren fuer Tage ausgebucht) aber zum glueck waren nur 16 Personen dabei. Bunt gemixte Nationalitaeten – 2 weitere (typische) Deutsche, 2  merkwuerdige Schweizer, 2 nette Kanadier, 2 merkwuerdige Franzosen, 4 Israelis (2 Eltern mit kleinen Kindern), ich und Ross, ein 63-jaehriger Australier aus Melbourne. Ross war der einzige nicht-Paaerchen-Reisende…

Am Indian Head...

Am Indian Head...

Naja super dachte ich mir, da hab ich ja ne gute Gruppe erwischt. Aber es hat sich als sehr nette Mischung herausgestellt. Und Ross ist einer der nettesten und angenehmsten Menschen, die ich bisher kennenlernen durfte. Er ist selbst 8 Monate um die Welt gereist als er 24 Jahre war und hat dann ein Jahr fuer die brit. Armee in Westberlin gearbeitet. Wir redeten Stundenlang (ich durfte das Zimmer mit ihm teilen) ueber Australien, Deutschland und unsere Reiseerfahrungen. Sehr beeindruckende Geschichten – vor allem das Reisen war vor ca. 40 Jahren halt doch anders als heute… Am Ende der Reise hat er mich sogar herzlichst zu sich nach Hause eingeladen, wenn ich in Melbourne angekommen bin. Er hat auf seinen Reisen viel positive Dinge erhalten und will ein bisschen was davon zurueck geben. D.h. sofern ich ein Bett brauche, etwas zu Essen will und seine Frau kennenlernen will.. ;-)

Das werde ich auf jeden Fall in Anspruch nehmen, denn meine gemeinsame Zeit mit Nina + Johnny endet in Melbourne. So haenge ich bei Ross + Frau noch ein paar Tage dran und schau mal wie man so lebt in Australien…

Fraser Island selbst war unfassbar schoen! Ich halte es fuer einen perfekten Ausflug und sehr empfehlenswert. Der erste Tag war eher unspektatkulaer. Wir fuhren zu zwei Seen (kristallklares Wasser, schoen) und haben eine riesige Sandduene bestaunt. Abends wars dann sehr nett beim Essen. Und dass Ross mir dann noch ein paar Sternenbilder, die man nur hier sieht, am klaren Sternenhimmel gezeigt hat war der perfekte Tagesabschluss. Das geile ist ja z.B. dass der Mond hier von der anderen Seite beschienen wird und somit auch „andersrum“ voll wird – bloed zu beschreiben aber ihr wisst was ich meine hoffe ich.

Champagne Pools

Champagne Pools

Der zweite Tag war dann mal richtig beeindruckend. Wir fuhren ganz in den Norden des Strands (leider badeuntauglich – extreme Haigefahr!!!) und gingen in den Champagne Pools zum baden. Super schoen. Vor allem der kleine Weg dorthin war toll. Ich sah viele Buckelwale und Delphine aus relativ weiter Entfernung. Aber das war nichts im Vergleich zu dem was kurz danach folgen sollte!

ne richtig fette Schildkroete

ne richtig fette Schildkroete

Nach einer kurzen Staerkung gings zum Indian Head. Dort soll der Entdecker Australiens, Kapitaen James Cook den ersten Aborigine gesehen haben und dachte es ist ein Indianer (so ist der Name entstanden). Das ist eine Art kleiner Huegel und Aussichtspunkt. Die aussicht von dort war mehr als beeindruckend! Das war atemberaubend und unglaublich!!! Wir sahen nicht nur den traumhaft schoenen Strand, sondern im klaren Meer zahlreiche Buckelwale, hunderte Delphine in grossen Schwaermen, Rochen, Haie, Fische, Schilkroeten – einfach alles was das Meer zu bieten hat! Mir ist echt ein kalter Schauer ueber den Ruecken. Das werde ich nie vergessen!

einer von vielen Delphinschwaermen...

einer von vielen Delphinschwaermen...

Von dort gings dann mit nem weiteren kurzen Badestopp zurueck nach Hervey Bay. Dort trank ich am Abend erstmal 2 Bier zum runterkommen. Die Eindruecke der Insel waren einfach zu krass!!!

Fraser - 75 Mile Beach

Fraser - 75 Mile Beach

Hab dann gleich noch den Nachtbus nach Airlee Beach gebucht (Ausgangspunkt fuer Whitsunday) und werde mich dann dort nach Segeltouren umsehen…

Einer der Seen (Lake Birrabeen)

Einer der Seen (Lake Birrabeen)

Erstellt am Dienstag 14. September 2010
Unter: Australien | 1 Kommentar »

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