Hervey Bay – Airlie Beach (Whitsunday Islands) – Townsville + Magnetic Island – Cairns
Die Nachtbusfahrt von Hervey Bay nach Airlie Beach (13 Stunden) ging schnell vorbei. Ich konnte sogar ein bisschen schlafen. Insgesamt waren 6 Maedels und ich an Board, so war auch ausreichend Platz…
Angekommen in Airlie Beach bezog ich mein Zimmer im YHA und haute mich erstmal aufs Ohr. Mittags gings dann los auf Tour-Suche fuer die Whitsunday Islands. Das Wetter war zum Glueck traumhaft und sollte auch die naechsten Tage so bleiben. Nach einigen Ueberlegungen hab ich mich dann fuer eine 1-Tages-Tour entschieden. Das mit dem Segeln klang nett, aber irgendwo dachte ich muss ich auch mal sparen – also fange ich hier an.
Es gibt im Grunde 3 Moeglichkeiten eine 1-Tages-Tour zu machen:
1. ein richtiges Schnellboot (was mir dann etwas zu schnell, weil zu kurz von der Dauer war)
2. ein Segelkatamaran, d.h. ein schnelles Segelboot (was mir etwas zu langsam war, weil man nur kurz an den Orten bleiben konnte)
3. ein grosses Ausflugsschiff (dafuer hab ich mich letztendlich entschieden, weil das umfangreichste Programm geboten wurde und es das guenstigste Angebot war!))
Das Bott war OK, ziemlich voll (120 Personen) aber dementsprechend natuerlich sehr unpersoenlich. Gut, das ist halt was anderes als ein kleines Segelboot mit 6 Personen drauf…
Wir fuhren zuerst zum Whitehaven Beach. Das ist ein weisser „“Traum-„Strand. Klar ist der schoen (der Sand ist wie Mehl – sooo weich…). Aber im Endeffekt ist es halt auch nur ein Strand wie jeder andere auch und ich bin nicht der wahnsinns Strandfanatiker. Weiter gings zum Schnorcheln nach Hook Island. Das war nett, aber Indonesien war um Klassen besser. Das Wasser war naemlich in Indo viel klarer und so konnte man viel weiter sehen! Bei Hook Island waren dafuer viel mehr Fische (hatte die ganze Zeit welche in den Haenden und an den Fuessen beim schwimmen…). Leider war das schnell wieder vorbei, weil es noch eine Fahrt mit einem Glosbodenboot gab. Aber da das Wasser eben auch hier nicht sehr klar war, war das auch nicht der Mega-Brueller.
Als dritten Stopp gabs dann noch Daydream Island. Das ist ein 6-Sterne-Resort mit eigenem Riff unter dem Restaurant usw. Sehr luxurioes (6000 AUD fuer eine Nacht!!!). Aber auf sowas stehe ich halt mal ueberhaupt nicht und daher war diese Werbefahrt eher langweilig.
Fazit des Ausflugs: Nett aber wuerde ich nicht nochmal machen!
Weiter gings dann gleich in der Nacht mit dem Nachtbus nach Townsville. D.h. es war kein wirklicher Nachtbus, denn die Fahrt ging um 02:15 los und ich kam um 6:45 an.
Dementsprechend K.O. war ich bei der Ankunft. In Townsville ging ich in ein Guest House und legte mich dort auch erstmal aufs Ohr. Danach ein bisschen die Stadt angesehen (ist relativ gross) und auf den Castlehill-Lookout gegangen. Das ist eine Art Aussichtshuegel ueber die Stadt und das Outback. Keine Ahnung wie hoch, aber ich kam ordentlich ins Schwitzen (und die Einheimischen nutzen den Berg fuers joggen – ich war der einzige mit FlipFlops und ohne Joggingschuhe…).
Am Tag darauf gings nach Magnetic Island. Die Insel liegt nur 20 Minuten von Townsville entfernt und ihr wird nachgesagt, ganz nett zu sein. Kaum angekommen und im Hostel meiner Wahl (Arcadia Beach Guest House) angerufen kam auch gleich ein gruener Rolls Royce und holte mich ab. Was fuer ein geiles Auto… Und es passt zur Unterkunft. Die gehoert zwei Robinso-Crusoe-Typen, die aber beide sehr laessig und nett sind!
Die Insel ist mit zahlreichen Wanderwegen ausgestattet und so machte ich dann auch gleich noch ne Wanderung nach „The Forts“. Das ist eine alte Verteigungsanlage aus dem zweiten Weltkrieg um Townsville vor den Japanern zu beschuetzen. Dort sah ich die ersten frei lebenden Wallabys (kleine Kaenguruhs), Koalas und viele Lorikeets. Das sind richtig geile Voegel, die ganz schoen krach machen aber extrem farbenfroh sind. Koalas sind immer etwas unspektakulaer, weil sie den ganzen Tag nur schlafen und dann zwischendurch fressen… Aber sehr nette Tierchen.
Die Ausblicke von dort oben waren sehr schoen! Man sah die zahlreichen Buchten der Insel, in denen teilweise kein Mensch ist. Das ist fast unglaublich. Traumhafte Sandbuchten mit glasklarem Wasser und kein Mensch dort! Sowas gefaellt mir – nicht diese Tourimassen wie in Airlie Beach oder Hervey Bay…
Ich blieb drei Tage auf Magnetic und genoss die Zeit in vollen Zuegen. Leider waren die angekuendigten 315 Sonnentag pro Jahr bei mir grad im Urlaub, sodass ich 3 Tage Bewoelkung und (gelegentlich) Regen hatte. Aber trotzdem wars schoen.
Die Abende mit Ian und Paul, den beiden Hostelinhabern waren ebenso gut gelungen (Pizza, BBQ, Braten – lecker!!).
Nach 3 Tagen war es aber auch genug und Zeit weiter zu ziehen. Ich habe in Cairns ja noch einiges vor (Cape Tribulation, evtl. Atherton Tablelands, Great Barrier Reef Schnorcheln und evtl. tauchen).
In Cairns mit dem Bus angekommen wurde ich vom Hostel-Putzmann abgeholt und durfte im 6-Bett-Zimmer mein Bett beziehen. Dann musste ich mal was essen und ging mit einer Irin, einer Amerikanerin und einem Deutschen aus meinem Zimmer ins Woolshed zum essen und ja dann auch trinken. Dass das ne Partybar ist hab ich erst im nachhinein herausgefunden und fuer Kondom auf dem Kopf zum Platzen bringen fuehl ich mich langsam doch zu alt, aber war ganz ok.
Mal kuckn was hier geboten ist. Cairns ist die absolute Touri-Hauptstadt und damit das absolute Gegenteil dessen, was ich wirklich gerne mag. Aber vielleicht ists ja doch nicht so schlimm wie befuerchtet…
Erstellt am Samstag 25. September 2010
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