Archiv für Dezember, 2010

Thailand Teil 1 (Kanchanaburi, Ayutthaya, Lampang, Chiang Rai, Chiang Mai)

Also, da bin ich nun in meiner letzten Station „Thailand“, dem „Land des Laechelns“. Endlich bin ich auch mal hier…

Gleich mal vorab muss ich an meinen Arbeitgeber appelieren, eine Zahnkliniken-Tochterfirma in Asien ernsthaft ins Auge zu fassen. Hier laeuft so gut wie niemand noch mit vollem Gebiss durch die Gegend! Leute, das ist eine Goldgrube!!! Und ich wuerde mich auch freiwillig als „Projektleiter“ oder so hierher begeben… :-) Hmmm, das werde ich wohl mal als „Verbesserungsvorschlag“ einbringen muessen ;-)

Mein Flug von Christchurch ueber Auckland (insgesamt gute 18 Stunden inkl. Wartezeiten) ist ohne Zwischenfaelle und mit sehr gutem Service (Thai Airways) schnell verlaufen. Im Flugzeug hab ich mir 4 Filme angeschaut. Davon kann ich denjenigen Leuten, die auf schraegen Humor, mal etwas „andere“ Scherze und ja, auch ein paar flache Witze stehen „The other Guys“ (Mark Wahlberg, Will Farrell) echt empfehlen! Dann hab ich „Inception“ gesehen, der auf Englisch nicht einfach war – muss ich mir nochmal anschaun. Der Rest, d.h. „The Expandables“ und „Grown Ups“ stufe ich kurz als „absolut nicht sehenswert“ ein.

In Bangkok angekommen wurde ich gleich mal typisch asiatisch begruesst – d.h. das fuer die erste Nacht gebuchte Hotel war ploetzlich doch nicht zur Verfuegung. Also wurde ich in ein anderes gebracht. Ausserdem stimmten die Preise auf der Speisekarte nicht und das gebuchte Fruehstueck war doch nicht im Preis enthalten (aber nach einiger Diskussion hab ichs bekommen).

Am zweiten Tag stand dann die Frage im Raum: Was mache ich hier ueberhaupt? Voellig ohne Plan ging ich mal ins Internet und schaute, wer welchen Tip fuer mich uebrig hat. Aus mehreren Vorschlaegen von bisherigen Bekanntschaften und Emails entschied ich mich fuer Ullis Idee doch gleich mal nach Kanchanaburi zu fahren. Das ist nicht weit und soll nett sein. Nach Bangkok komm ich noch frueh genug und gleich an den Strand oder gleich nach Norden wollte ich nicht.

Aber zunaechst wollte ich mir noch nen Reisefuehrer kaufen, um nicht nur auf Tips von anderern Reisenden angewiesen zu sein. Ausserdem will ich viel mit oeffentlichen Verkehrsmitteln fahren und da sind die Hinweise im LP sehr hilfreich! Also lies ich mich vom Hotel mitm Taxi zum naechsten Shoppingcenter fahren. Dieses hatte noch zu. Also fuhr ich weiter in die Kao San Road, um in irgendeinem Buechershop nen LP zu kaufen. Da ich dem Taxifahrer erzaehlte wo ich hin will, brachte er mich natuerlich gleich zu seinem „Freund“ um mit dessen Bus nach Kanchanaburi zu fahren. Da das recht guenstig war entschied ich mich, gleich hinzufahren und dort nach Buecherlaeden Ausschau zu halten. Also wenns an etwas in Thailand nicht mangelt, dann sind das Massage-Laeden und Second-Hand-Buechershops! In jeder Stadt eine riesen Auswahl – Wahnsinn!

Ausblick vom Zimmer in Kanchanaburi

Ausblick vom Zimmer in Kanchanaburi

 Kanchanaburi war ein netter Ort! Gemuetlich am River Khwai gelegen (mein Zimmer war aufm Fluss – voll geil!), sehr guenstig und mit einigen Sehenswuerdigkeiten gesegnet. Dort sah ich mir mit einer ganz netten Tour (anfangs zu dritt, nach dem halben Tag war ich allein mit Guide und Fahrer…) u.a. den Hellfire Pass (Teil des im WW2 gebauten Thailand-Burma-Railways) und die beruechtigte „Bruecke am Khwai“ an.

Hellfire Pass

Hellfire Pass

Nach Kanchanaburi gings weiter nach Ayutthaya – ein paar Tempel und damit ein bisschen Kultur muss ja auch sein… Ayutthaya ist Weltkulturerbe und dementsprechend mit zahlreichen schoenen Tempeln ausgestattet.

Tempel in Ayutthaya

Tempel in Ayutthaya

Von Ayutthaya gings nach 2 Naechten (1 haette auch gereicht) mitm Zug nach Lampang. Eigentlich wollte ich mitm Nachtzug nach Chiang Mai, aber dieser war bereits tagelang ausgebucht (Hochsaison laesst gruessen). Also auf mitm Tageszug. Noch vor der Fahrt hab ich gedacht ich fahre gleich nach Chiang Mai (mein Ticket war auch dementsprechend ausgestellt) aber im Zug hab ich mich spontan umentschieden. Die Fahrt war schon lang genug. Aber sehr luxurioes mit Kaffee + Kuchen sowie Mittagessen!

noch n Tempel in Ayutthaya

noch n Tempel in Ayutthaya

In Lampang hab ich mir das laut LP beste Elefantencamp in Thailand angesehen. Das und einen schoenen, nicht-touristischen Nachtmarkt – mehr gibts da nicht. Aber die Leute im Hotel waren echt nett :-) 

Von dort gings nach Chiang Rai mitm Bus. In Chiang Rai machte ich ne Ganztagestour mit dem wohl schlimmsten und abstossendsten Guide, den ich jemals erlebt habe. Eine Art Mischung aus Ladyboy und Boylady. Er (glaub ich zumindest) hat sich staendig geschminkt, im Spiegel betrachtet und wollte nicht ausm Auto, weil es zu heiss war und seine Schminke verlaufen ist. Sowas als Tourguide anzubieten ist echt ein Wahnsinn. Tja, man weiss halt nie wo man landet, wenn man was bucht. Welch ein Wahnsinns-Trottel!! Und da die anderen beiden Teilnehmer (2 Australier) kein Wort mit mir geredet haben (nach ca. 5 Fragen meinerseits wars mir zu bloed) war ich froh, wenigstens ein gutes Buch dabei gehabt zu haben.

Golden Triangle (Grenze: Thailand-Burma-Laos)

Golden Triangle (Grenze: Thailand-Burma-Laos)

Die Sehenswuerdigkeiten waren aber OK. U.a. fuhren wir ans Goldene Dreieck (Treffpunkt der Grenzen Thailands, Laos‘ und Myanmars) sowie zum interessanten „weissen Tempel“ (ganz neuer Tempel!).

Der peinlichsten Moment meines bisherigen Lebens ereignete sich im „Menschenzoo“, in dem Vertreter der 5 verschiedenen Voelker, die dort in den Huegeln leben fuer die Touristen zusammengepfercht wurden. Bitte, wenn irgendjemand, der das liest jemals nach Thailand fahren will – bucht niemals eine Tour auf der angekuendigt wird, man sieht sich 5 Doerfer an. Bei mir hiess es zwar nur, ich sehe mir ein Dorf an (daher dachte ich, das ist OK) aber dabei bliebs natuerlich nicht. Anstelle dessen geht man in diesen Zoo, dann erklaert der Ekel-Tourguide was die Leute anhaben und klatscht wie bei Affen in die Haende damit sie eine Show auffuehren. Was fuer eine schlimme und unangenehme Situation!

In Chiang Rai gabs dafuer einen sehr netten Nachtmarkt mit sehr, sehr gutem Essen. Auch die Stadt an sich war ganz nett. Immerhin…

hmmm, dieses Essen...

hmmm, dieses Essen...

Von Chiang Rai gings in die Touri-Hauptstadt des Nordens = Chiang Mai. Dort hatte ich eigentlich nur 3 Sachen vor. 1. Dschungeltour, 2. Kochkurs, 3. Nachtmarkt. Den Kochkurs habe ich aufgrund meiner bisherigen Tour-Erfahrungen gestrichen und durch „Tempelbesichtigungen“ ersetzt. 

Zuerst gings auf die Dschungeltour. Diese war ausdruecklich als „non-touristic“ beworben und so war sie auch. Kaum zu glauben, dass mal etwas genau so ist, wie es beworben wird! Die Tour hatte so gut wie alles im Programm, was man als Touri in Chiang Mai so macht. Elefantenreiten (naja…), baden bei nem Wasserfall (nett), Rafting (sehr gut!) und Schlafen in einer einfachen Bambushuette im Dschungel (schoen). Der Weg durch den Dschungel war auch wirklich „urig“, d.h. es gab eigentlich keinen Weg. Dafuer ging der Guide mit Machete voran und schlug uns teilweise den Weg durchs Gebuesch frei. War echt gut! Bei den anderen Teilnehmern hatte ich mein uebliches Pech. Es waren noch 2 Franzosen dabei, die – wie so viele Franzose –  so gut wie kein Eglisch gesprochen haben (und mein Franzoesisch ist ziemlich eingerostet). Ausserdem 2 Spanier, wobei eine davon gar kein Englisch, dafuer ca. 8 Stunden Maschinengewehr-Spanisch mit ihrem Begleiter gesprochen hat. Und 2 Hollaenderinnen, die irgendwie fasziniert von allem gewesen sein muessen, denn die haben weder miteinander, noch mit anderen geredet :-) Eine sehr misslungene Gruppe, aber man kann sichs halt nicht aussuchen. Beim Rafting (uebrigens sehr gut!!!) „musste“ ich zu einer anderen Gruppe und hatte mit denen (3 Amerikanerinnen und 2 Hollaender) in den gut 1,5 Stunden viel mehr Spass als in den 1,5 Tagen davor…

Dschungel von Chiang Mai

Dschungel von Chiang Mai

Am heiligen Abend war ich also mit dieser furchtbaren Gruppe im Dschungel und hab mit meinem IPod gefeiert :-) Wenigstens war der Guide gut, auch wenn er ebenso so gut wie kein Englisch konnte :-)

a guade Machete!

a guade Machete!

Der Nachtmarkt war eher ein Nacht-Gedraengel. Wahnsinn, war da viel los! Und die Tempel in Chiang Mai sind halt Tempel wie es sie ueberall gibt. Schoen, aber irgendwann hat mans halt gesehen. Der Doi Suthep war allerdings wirklisch schoen (mit Ausblick ueber ganz Chiang Mai).

ohne Worte...

ohne Worte...

Ein paar Touren werde ich sicher noch buchen. Mal kuckn ob ich noch irgendwann nette, gespraechige und ein bisschen party-willige Leute treffe…

Jetzt gehts an den Strand!!!!

Erstellt am Mittwoch 29. Dezember 2010
Unter: Thailand | Keine Kommentare »

Neuseeland Suedinsel Teil 3 (Dunedin, Catlins, Te Anau (Milford Sound), Queenstown, Routeburn Track)

So, ich fang jetzt mal zeitlich von hinten an…

Mein letztes „groesseres“ Vorhaben war, einen der 9 sog. „Great Walks“ Neuseelands komplett zu gehen. Das sind die offiziell schoensten Wanderwege hier. Der bekannteste davon ist der Milford Track, der am Milford Sound endet aber schon immer ca. 6 Monate im voraus ausgebucht ist ;-) Ich habe mich fuer den Routeburn Track entschieden. Dieser ist zwar der kuerzeste (ca. 33 km) aber dafuer einer der anstrengenderen.

Ich fing in Glenorchy (noerdl. von Queenstown) an und beendete ihn in der „Divide“, dem tiefsten Punkt auf dem Weg zum Milford Sound. Der Walk ist ein One-Way-Walk und kann theoretisch von beiden Seiten begonnen werden. Man kann ihn in einem Tag (muss aber sehr hart sein), in zwei oder auch in drei Tagen gehen. Ich bin ihn in 2 Tagen + 2 Naechten (d.h. von Mittag bis Mittag) gegangen. Das war fuer mich genau richtig.

Dass das Wetter die drei Tage nicht haette perfekter sein koennen (warm mit ein paar fotogenen Wattewoelkchen, nicht zu heiss, kaum Wind) muss ich ja gar nicht erst betonen. Das ist eh schon selbstverstaendlich hier ;-)

Im Bus zum Startpunkt war nur eine weitere Person „allein“ – Stefanie aus Frankreich. So haben wir zwei uns zusammengeschlossen und sind die ersten 1,5 Tage zusammen gegangen. Am letzten Tag musste sie schon 3 Stunden eher am Endpunkt sein, da ihr Bus noch in den Milford Sound fuhr und meiner nur zurueck nach Queenstown. Aber so wars die Tage nie langweilig und in den Huetten trifft man dann eh Leute aus der ganzen Welt, mit denen man ein bisschen quatschen kann.

mit meiner Trackbegleitung Stefanie aus Frankreich

mit meiner Trackbegleitung Stefanie aus Frankreich

Der erste Teil des Walks fuehrte durch schoene Waelder, ueber ein paar Haengebruecken und am „Route Burn“-Fluss entlang. Am Ende des Wegs gings langsam ca. 700 Hoehenmeter nach oben bis auf gut 1100 m Hoehe.  Trotz des Rucksacks mit ca. 14 kg. Gepaeck (habs gewogen :-) ) war der Weg echt nicht schwer und schoen zu gehen. Wir sind auch langsam gegangen, da wir keinen Stress hatten und die ganze Zeit gequatscht haben… :-)

Natuerlich gabs wieder eine dieser vielen, vielen „Das gibts doch gar nicht“ – Begegnungen. Im Hostel in Te Anau spricht mich ein Typ an, ob ich zufaellig ein Buch fertig gelesen habe, das ich mit ihm tauschen koennte. Wir quatschten ein bisschen und wuenschten uns noch viel Spass. Zwei Tage spaeter gehe ich ein kleines Stueck des Routeburn-Tracks wandern (mal testen), als mir ein Typ ( der Gleiche) entgegen kommt. Erst gingen wir aneinander mit dem obligatorischen „Hello“ vorbei. Aber dann drehten wir uns beide gleichzeitig um und lachten, weil schon das grosser Zufall war. Er wollte den Track an einem Tag gehen und ich wuenschte ihm viel Spass dabei. Das war der erste Teil der Story…

Gehe ich mit Stefanie den Track entlang und ploetzlich kommt mir dieser Typ doch tatsaechlich gute 8 Tage spaeter wieder auf dem Routeburn Track entgegen. „Du schon wieder – hast also doch eine ganze Woche gebraucht!?“ sagte ich und „Das gibts doch gar nicht“ sagte er :-). Er hat den Track beim ersten Versuch abgebrochen, weil er Bauchkraempfe hatte. Er ist ihn genau an diesem Tag nochmal gegangen, als auch ich gestartet bin.

Und sowas passiert so UNFASSBAR oft, das ist kaum vorstellbar! Fast taeglich treffe ich zufaellig Leute an den unmoeglichsten Stellen wieder – echt lustig!

Mt. Aspiring National Park (Routeburn Track)

Mt. Aspiring National Park (Routeburn Track)

So, zurueck zum Track: Die erste Huette – Routeburn Falls Hut – war direkt neben einem grossen, schoenen Wasserfall gelegen. Das Ende des Tages wurde dann mit extrem leckeren Instantsuppen (ich hoffe man merkt den Sarkasmus) eingelaeutet. Dann gabs noch ne kurze Ansprache von unserer Huettn-Dame und ab gings ins Bett sobalds dunkel (und ploetzlich saukalt!!!) war. Der Schlafraum wurde von allen 50 Personen auf der Huette geteilt – an dieser Stelle ein grosses Lob und Dank an meine Ohrstoepsel!!! ;-) 

Lake Harris (Routeburn Track) - der hoechste Punkt (1300 m)

Lake Harris (Routeburn Track) - der hoechste Punkt (1300 m)

Der zweite Tag war der schoenste Teil der Wanderung. Es ging den ganzen Tag eine Art Abhang (Lake Harris, Harris Saddle, Harris Bluffs) entlang mit wunderbaren Ausblicken ins Hollyford Tal und auf die umliegenden Berge. Auch das Tasmanische Meer (Martins Bay) konnten wir von dort oben sehen! Daneben gabs ein paar Gletscherseen, zig Wasserfaelle (mal groesser, mal kleiner) und leckere „Bavarian“-Salami mit Kaese und Crackern zum Essen ;-)

hmmm, a guade bayerische Salami :-)

hmmm, a guade bayerische Salami :-)

Am Ende des Tages kamen wir am Lake Mackenzie an, den man schon von weit oben sehen konnte (liegt in einem sehr schoenen Tal). D.h. wir kamen schon um ca. 15 Uhr an und verbrachten den restlichen Tag am See mit den anderen Mitwanderern. Ein paar sind sogar in den See gesprungen, was bei ca. 12 Grad Wassertemperatur durchaus mutig ist/war…

Blick auf Lake MacKenzie mit Foto-Blume :-)

Blick auf Lake MacKenzie mit Foto-Blume :-)

Am Abend gabs wieder eine Ansprache vom neuen Huettn-Sepp und die war mal richtig lustig. Ich glaub er hat alle Geschichten ausgepackt, die er in 15 Jahren erlebt hat (weil wir auch immer weiter gefragt haben) :-) Am besten gefiel mir die von der Dame, die mit Louis-Vuitton (hoffe richtig geschrieben) Rollkoffer auf den Berg gehen wollte und sehr erbost war, als ihre Rollen am Koffer im Eimer waren :-) Ich glaub die erleben hier schon amuesante Sachen mit den Touris aus aller Welt…

Lake MacKenzie (Routeburn Track)

Lake MacKenzie (Routeburn Track)

Auch an diesem Abend gabs wieder die geliebte Instantsuppe (wenigstens war sie leicht zu tragen…) und einen Schokoriegel :-) Getrunken haben wir sowieso nur das glasklare Wasser, das in den Seen/Wasserfaellen usw. zur Verfuegung war ;-)

leckeres Gletscherwasser zum Trinken

leckeres Gletscherwasser zum Trinken

Der dritte Tag ging dann die meiste Zeit durch schoenen, sehr moosbewachsenen Wald zu den beeindruckenden Earland Falls – und ein paarmal hatte man noch Ausblicke ins Hollyford Valley. 

Earland Falls (RB Track)

Earland Falls (RB Track)

Vor allem der Weg zum Key Summit kurz vor dem Ende des Tracks wurde mit 360 Grad Rundblick (u.a. auf den Lake Marian=Gletschersee) belohnt – sehr, sehr schoen :-)

das ist der Routeburn Track - (oberhalb der Baeume) Ausblick vom Key Summit

das ist der Routeburn Track - (oberhalb der Baeume) Ausblick vom Key Summit

Laut einer lonely Planet-Umfrage ist der Routeburn einer der 10 schoensten Wanderwege der Welt (nicht der Milford!!). Er war auch wirklich sehr, sehr beeindruckend – und vor allem bei diesem Wetter m.E. kaum schlagbar ;-) 

aufm Key Summit (Routeburn Track)

aufm Key Summit (Routeburn Track)

So, dann wieder weiter zurueck in der Zeit :-)

 Bevor ich in Queenstown ankam und den Routeburn Track in Angriff genommen habe war ich in Dunedin (unspektakulaere groessere Stadt mit der steilsten Strasse der Welt :-) ), in den Catlins (suedlichstes Gebiet Neuseelands Suedinsel) und in Te Anau/Milford Sound.

Eigentlich mit am besten an ganz Neuseeland hat mir das Catlins-Gebiet gefallen. Da sieht man halt mal wirklich stundenlang kein Auto und keinen Menschen – dafuer unzaehlige Schafe. Und die Kueste mit den Straenden ist absolut beeindruckend! Dort ist ebenso keine Menschenseele. Das kann aber auch daran liegen, dass bei mir dort ausnahmsweise mal kein Bilderbuchwetter war (es war BEWOELKT, ja tatsaechlich BEWOELKT!) :-) Und das Foto am suedlichsten Punkt der Suedinsel (Slope Point) war natuerlich einen kleinen Umweg von ca. 20 km wert ;-)

am suedlichsten Punkt der Suedinsel

am suedlichsten Punkt der Suedinsel

Der Milford Sound ist der bekannteste Fjord (inkl. Strecke dorthin). Mir hat es allerdings nicht so gut gefallen, da mir dort einfach ca. 100 Busse und 2000 Mietautos/Campervans zufiel unterwegs waren. Vielleicht war ich aber einfach nur schlecht drauf an dem Tag, was auch an meinem ausufernden Heuschnupfen liegen konnte… Ein paar nette Bilder gabs trotzdem zu machen – u.a. vom Mitre Peak (Postkartenmotiv vom Milfrod Sound), Keas und Schafen denen es auch langsam zu heiss wird hier in Neuseeland :-)

Mitre Peak (Milford Sound)

Mitre Peak (Milford Sound)

Der Kea ist ein „beruehmter“ Alpenpapagei, da er ziemlich frech auf die Leute zugeht und die Taschen/Schuhe usw. nach Essen durchsucht :-)

Kea (Alpenpapagei) auf nem Auto

Kea (Alpenpapagei) auf nem Auto

Die armen Schafe leiden genauso wie ich unter der Hitze…

auch den Schafen ist es zu heiss!

auch den Schafen ist es zu heiss!

Was ich fast vergessen haette: In Te Anau bin ich noch ein Stueck des Keppler Tracks (auch einer der 9 Great Walks) gegangen. Hier ist mir echt was Krasses passiert!

Kurz nach Beginn des Tracks komme ich an ein Warnschild auf dem es hiess „Achtung: Falken nisten in der Naehe des Tracks. Bitte tragen Sie entweder einen Hut oder halten Sie einen Stock in die Luft“. Hmmm, was mach ich da, dachte ich mir, denn ich hab keinen Hut und nen Stock hab ich jetzt auch grad nicht parat. Naja, geh ich halt mal los und geh zuegig, dann wird das schon passen – und was soll schon sein ;-) Gut, ca. 10 Meter spaeter hoere ich ein lautes „krah, krah, krah“ ca. 10 Meter links von mir und sehe dort einen grossen Vogel aufsteigen. Tja, dachte ich jetzt, was mache ich nun – und wollte schon fast die Kamera rausholen… Aber dann entschied ich mich doch dazu, zuegig weiter zu gehen. Denn wenn schon ein Warnschild dort ist wirds schon einen Sinn haben… Wieder ca. 10 Meter spaeter bekam ich ploetzlich einen Schlag an den Kopf, als haette mir jemand mit einem Stock voll eine drueber gezogen! Das war echt brutal! Ich hab natuerlich auch geblutet. Verdammt, hat mir der Falke eiskalt mit den Klauen oder dem Schnabel oder was auch immer ordentlich eine Lektion erteilt! Gut, dann entschied ich mich doch fuer die Sprint-Nummer und bin gelaufen wie selten zuvor im Leben :-) So einen Knaller wollte ich nicht nochmal abbekommen!

Das Problem daran war nur: Ich musste den gleichen Weg wieder zurueck gehen! Und ich glaub so bloed hab ich noch nie ausgesehen beim Gehen/laufen. Ich hielt zwei total verrottete Aeste in die Luft (da war nix anderes!!!) und rannte wie ein Wilder an dieser Zone vorbei. Diesmal gabs kein „Krah, krah, krah“ und keine weiteren blutende Kratzer am Kopf… Gut, jetzt kann ich auch das „Mal von einem Falken attackiert werden“ auf meiner Lebens-To-Do-Liste abhaken :-)

Ja und so verbringe ich nun meine letzten Neuseeland-Tage in Queenstown/Christchurch und beginne mit der Thailand-Planung. Das wird nochmal ein gehoeriger Schock mit den kleinen wuseligen Thais…

Aber ich hab ja schon einiges in Asien erlebt und gesehen also hoffe ich, ich stehe das gut durch :-) Immer laecheln und „No, thank you“ sagen – das ist das Wichtigste ;-)

Queenstown

Queenstown

Erstellt am Freitag 10. Dezember 2010
Unter: Neuseeland | 4 Kommentare »

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