Archiv für die 'Australien' Kategorie

Neuseeland Suedinsel Teil 2 (Punakaiki, Franz-Josef-Gletscher, Mt. Cook, Tekapo, Oamaru)

Wenn mir meine Allergie mittlerweile nicht schwere Probleme machen wuerde, koennte ich das schoene Wetter sehr geniessen… Die Allergietabletten lindern natuerlich die Beschwerden ein wenig, aber wer Allergie hat weiss, dass man trotzdem noch spuerbare Beschwerden haben kann. Naja, ich will ja nicht jammern, aber teilweise schlafe ich leider wirklich schlecht zur Zeit. Verdammt, es soll jetzt mal 2 Tage durchschuetten und die Pollen aus der Luft regnen – und nicht jeden Tag blauen Himmel haben!!!

Ums kurz vorweg zu nehmen: z.B. am Lake Tekapo war ich laut Radio (der Radiomoderator konnte es erst auch nicht glauben) bei 35 Grad wandern! Hallo, ich dachte in Neuseeland hat es einen  „gemaessigten“ Sommer!?!? Und es ist ja noch nicht mal wirklich Sommer! Zu krass…

Also, was hab ich in letzter Zeit getrieben:

Von Golden Bay bin ich die Westkueste runter und hab an drei Stationen halt gemacht: 1. Punakaiki (Pancake Rocks); 2. Greymouth (naja, ne Stadt…) und 3. Franz-Josef-Gletscher. In Greymouth war ich genau an dem Tag, als das Grubenunglueck passiert ist – seitdem sind alle Flaggen auf Halbmast in Neuseeland.

Die Pancake Rocks hielten, was der Name verspricht – sie sehen aus wie Pfannkuchen :-) Echt geil und irgendwie unglaublich, dass es sowas gibt – siehe Fotos (mehr kann man dazu nicht sagen)…

Pancake Rocks

Pancake Rocks

Beim Franz-Josef-Gletscher hab ich mit einer Horde Schotten und einer netten Koreanerin + Tochter (Danke, dass ihr mir gezeigt habt wie man RICHTIG Reis kocht :-)) eine gefuehrte Halbtageswanderung unternommen. Zum einen waere mir der ganze Tag zu teuer gewesen. Zum anderen hoerte ich, dass es im Grunde auch nichts anderes ist als halbtags. Jedoch muss ich sagen, dass ich im nachhinein gerne den ganzen Tag gemacht haette. Der halbe war schon sehr kurz – wir haben gefuehlt mehr Pausen gemacht als auf dem Eis zu gehen/klettern… Aber trotzdem war es echt schoen! Eine Gletscherwanderung kann ich jedem nur empfehlen. Ist echt ein stranges Gefuehl, auf Eis zu laufen! :-)

Gletscherwanderung aufn Franz-Josef-Gletscher

Gletscherwanderung aufn Franz-Josef-Gletscher

Von dort bin ich ueber den fotogensten See der Welt (Lake Matheson – spiegelt Mt. Cook und Mt. Tasman)  weiter ueber den Lake Wanaka (= netter Ort und netter See – aber der Tegernsee ist schoener… ;-)) zum Mount Cook.

Lake Matheson - hammergeile Spiegelung - das gab mind. 50 Fotos

Lake Matheson - hammergeile Spiegelung - das gab mind. 50 Fotos

Der Mt. Cook ist der hoechste Berg Neuseelands mit ca. 3750 m. Dort hatte ich natuerlich schoenes Wetter und konnte zig Postkarten-Fotos machen… Meist soll er in Wolken sein – aber die Sonne folgt mir ja wohin ich gehe :-)

Mt Cook + Mountain Loupins (gibts in allen Farben)

Mt Cook + Mountain Loupins (gibts in allen Farben)

Von Wanaka hab ich einen verzweifelten Englaender, dessen Bus nicht gekommen ist, mitgenommen. Am Mt. Cook bin ich mit ihm dann einen Tag wandern gegangen. Wir gingen den Hooker Valley Track, was wirklich eine nette kleine Wanderung ist (obwohl, „Spaziergang“ triffts eher) – schoene Aussichten auf schnee- und eisbedeckte Gipfel!

Schafe am Mt. Cook

Schafe am Mt. Cook

Am Mt. Cook blieb ich auch nur eine Nacht – und was fuer eine. Erst dachte ich, ich bin allein im Zimmer (die Freude war gross). Tja, man soll den Tag ja nicht zu frueh loben – ploetzlich waren 6 Malaysier/innen im Zimmer, die ein Problem mit ihrem Auto hatten. Bis die das den Damen und Herren in den verschiedensten Telefonaten erklaerten und alles buchstabiert hatten („U like umblella“) wars locker 1 Uhr frueh. Ich bekam als Entschaedigung zwischenzeitlich Fruechte angeboten aber ich wollte doch nur schlafen :-). Als die dann irgendwann auch im Bett waren, war ich echt happy. Aber ab 6 Uhr frueh bis ca. 8 war schon wieder gewusel, gepacke und Gelaechter – ich haette sie alle an die Wand klatschen koennen! Fuerchterliche Nacht!

Von Mt. Cook fuhr ich totmuede ueber den blausten See der Welt = Lake Pukaki nach Lake Tekapo. Ich wusste nicht, dass ein See so blau sein kann – unfassbar – siehe Foto (mehr kann man auch hier nicht dazu sagen)…

Lake Pukaki - der blauste See der Welt

Lake Pukaki - der blauste See der Welt

Der Lake Tekapo ist auch nett – aber der Tegernsee ist schoener ;-). Dort machte ich ne Wanderung auf den Mt. John – wie weiter oben gesagt bei 35 Grad ohne Schatten. Gut, das war nur ca. 1 Stunde rauf, dann oben ne Gipfelrunde und wieder runter. Aber geschwitzt hab ich wie selten zuvor!

Nach wieder nur einer Nacht gings weiter nach Oamaru = Pinguinstadt. Dort gibts Gelbaugen- und kleine blaue Pinguine. Und beide sind echt so putzige kleine Tierchen :-). Die Gelbaugen kann man kostenlos bestaunen – diese sind sehr schuechtern, also kommt man eh nur bis auf ca. 100 m ran. Allerdings war einer im Gebuesch nahe der Absperrung – hat sich wohl verlaufen oder so und so hatte ich ein gutes Foto (hehe).

Gelbaugenpinguin in Oamaru

Gelbaugenpinguin in Oamaru

Die kleinen blauen koennen von einer Tribuene angeschaut werden (Philipp Island in Australien laesst wohl gruessen – vom Hoerensagen – war dort nicht). Das war mir zu bloed. Aber das musste man auch nicht, wenn man die Tierchen sehen will. Die laufen am ganzen Hafen zu hunderten rum, wenn die Sonne untergeht. Daher sind die Verkehrshinweise wirklich notwendig!

Pinguinwarnung Oamaru - und die ist auch notwendig ;-)

Pinguinwarnung Oamaru - und die ist auch notwendig ;-)

 Also das wars bis hier her (bin jetzt in Dunedin). Hab mir schon Allergietabletten-Nachschub geholt. Hoffentlich helfen die auch…

Alles in allem muss ich nach wie vor sagen, dass Neuseeland ein traumhaftes Reiseziel ist. Auch wenn das Wetter nur halb so gut waere wie im Augenblick, ist es einfach unglaublich schoen! Australien hat mir nicht mal halb so gut gefallen. Da das aber nicht einfach so ein Gefuehl ist moechte ich mal 5 beispielhafte Gruende meiner Einstellung auffuehren:

1. viiiiiiiiiiiiiiiiiel weniger Touristen als in Australien (v.a. an der Ostkueste).

2. viiiiiiiiiiiiiiiiiel weniger Deutsche „ich-hab-grad-das-Abi-fertig“-Kinder. Eigentlich hab ich nur welche in Auckland gesehen.

3. Soviel Abwechslung und Vielseitigkeit habe ich noch nie gesehen. Innerhalb kuerzester Zeit kann man durch wunderschoene Vulkanlandschaften wandern, Gletscher besteigen, an traumhaften Sandstraenden bei 30 Grad baden und alle Tiere bestaunen, die das Meer zu bieten hat! Einfach zuuuu geil!!!

4. Die Menschen sind noch netter als in Australien. Vor allem sind z.B. die Hostel-Leute ALLE auch nett, wenn man keine Touren bucht (da habe ich in Australien ganz anderes erlebt!!!)

5. Es ist deutlich guenstiger als Australien! Dort war der Preis m.E. oftmals einfach nicht gerechtfertigt!

Und zum Abschluss noch eine Nachricht an die schoenste, liebste und netteste Freundin, die man sich nur wuenschen kann: Theresa ich liebe dich und ich verspeche dir, wieder nach Neuseeland zu fahren, wann immer du willst (vielleicht nicht die naechsten 2-3 Jahre aber danach immer :-) !). Dieses Land hat mich in den Bann gezogen (ganz im Gegensatz zu Australien). Fuer mich ist Neuseeland das schoenste Land der Welt!!!

Erstellt am Montag 29. November 2010
Unter: Australien | 1 Kommentar »

Good bye Australia (Warrnambool – Halls Gap – Melbourne)

Ja, das wars dann also mit Australien. Wahnsinn, ist die Zeit schnell vergangen.

Und Dank Russ und Mary, meinen beiden letzten Gastgebern in Melbourne, hatte ich einen perfekten Abschluss! Danke schonmal auf diesem Wege – ich werde Euch nie vergessen!

Von Warrnambool, dem letzten Ort der Great Ocean Road ging es mit dem Bus nach Halls Gap. Danke Johnny, dass du mich zur Bushaltestelle gefahren hast. Waere ein ganz schoenes Stueck zu Laufen gewesen! Das ist ein kleines Kaff mit dem teuersten Supermarkt Australiens (ein Becher Philadelphia fuer ca. 6,00 EUR!!) im Grampians National Park. Dort checkte ich zunaechst im luxurioesesten Hostel Australiens ein – dem dortigen YHA. Das hatte eine riesige Kueche mit 4 Herden, zwei Aufenthaltsraeume mit Kaminfeuer (!!!), riesige Zimmer mit sogar eigenem Licht bei jedem Bett. Wahnsinn! Aber da es mir zu teuer war wechselte ich in eines der nettesten Hostels Australiens – Tims Place.

(Aussicht bei the Pinnacles)

(Aussicht bei the Pinnacles)

Das hatte nicht viel Luxus, aber eine sehr nette Atmosphaere. Und Megan, „the Showmaster“ wie sie sich selbt bezeichnet hat, war wirklich super nett! Es macht nicht jeder, dass er die Gaeste um 7 Uhr morgens kostenlos auf eine 3 Stunden Tour zum Sonnenaufgang und zu den wichtigsten Sehenswuerdigkeiten des Nationalparks bringt.

Herzlichen Dank Megan  – war geil bei dir!

Im Grampians bin ich auf ein paar Wanderungen gegangen und habe viel Zeit zum lesen genutzt. Im YHA fand ich ein neues Buch (Echo der Schuld). Endlich wieder was zum lesen und das Buch ist wirklich gut! Aber bald habe ich mit meinem Neuseeland Lonely Planet ebenso viel zu lesen!

Chatauqua Peak im Grampiens National Park

Chatauqua Peak im Grampiens National Park

Tja und das mit der kleinen Welt hatten wir doch schonmal, oder? Hier ein neues Beispiel: Als ich von den Pinnacles – einem der bekanntesten Punkte des Nationalparks – zurueck zum Hostel ging (Megan schmiss mich am dortigen Parkplatz nach unserer Sonnenaufgangsrunde: Reeds Lookout – The Balconies – Mackenzie Falls raus) haelt ploetzlich ein Wagen auf der Strasse. Und wer sitzt drin – Nina und Johnny. Und wo wohnen sie – natuerlich ebenfalls in Tims Place… Kein weiterer Kommentar :-)

(ich bei den Mackenzie Falls)

(ich bei den Mackenzie Falls)

Megan bot mir auch noch an, mich nach Melbourne mitzunehmen, aber im Auto sei nicht viel Platz – kleines Auto, schon zwei andere Mitfahrer, Laptop, Drucker, Hund und das ganze Gepaeck… Also entschied ich mich schnell dafuer, mit Nina und Johnny zu fahren, die gluecklicherweise am selben Tag nach Melbourne fahren wollten. Danke euch zweien fuers mitnehmen!

(The Balconies im Grampiens)

(The Balconies im Grampiens)

In Melbourne verbrachte ich zwei Naechte im YHA (ebenso luxurioes und sauber, aber sehr anonym durch die enorme Groesse).  Am zweiten Tag rief ich Russ – meine Bekanntschaft aus Fraser Island – wie abgesprochen zuhaus an und bat um „Unterkunft“. Er freute sich sehr und wir verabredeten uns fuer den darauf folgenden Tag (Sonntag).

Er holte mich direkt vorm Hostel ab und brachte mich zuerst zu seinem Sohn Walter (+Frau Katie und Enkel Ruben), wo es den ersten richtigen Kaffee seit ca. 1 Monat gab – herrlich. Weiter gings zu Russ und Mary nach Haus. Dort warteten schon Lucy, Daisy und Mick – die drei Hunde des Hauses. So klein wie sie waren, so verspielt waren sie auch. Damit war schonmal stetige Action gesichert… :-)

In den folgenden vier Tagen hatte ich das Paradies auf Erden. Ich wurde verwoehnt wie im 5-Sterne-Hotel. Ich hatte ein riesiges, eigenes Zimmer. Ich wurde staendig bekocht und mit Suessigkeiten zugeschuettet. Tee, Kaffee, Kuchen, Kekse, Schokolade, Bananen, Aepfel, Mandarinen usw. gabs sowieso den ganzen Tag…

Ausserdem gabs ne kostenlose Stadtfuehrung durch Melbourne und den „lonely Planet New Zealand Abholservice“, mit dem ich mal locker 30 AUD gespart hab. Mit anderen Worten habe ich einen LP New Zealand, der bei ebay angeboten wurde, zusammen mit Russ in der Nachbarschaft abgeholt – das Angebot hat er uebrigens auch noch so nebenbei fuer mich gesucht…

Als Gegenleistung musste (durfte) ich einmal mit den Hunden ausgehen…

Ich nutzte die Tage, um mich zu erholen und den Luxus zu geniessen. War eine tolle Zeit. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich manchmal echt ein schlechtes Gewissen hatte, weil ich nicht wusste wie ich mich revanchieren kann. Das ist irgendwie eine bloede Situation. Man bekommt den ganzen Tag alles umsonst (falls es mal was gekostet hat -z.B. das Melbourne Museum- wurde ich eingeladen) und muss nichts dafuer machen. Ich hab natuerlich einige Male angeboten, bei allem zu helfen, aber nach dem dritten „Nein, du musst nur relaxen“ wurde es mir irgendwie auch zu bloed…

Diese Gewissensbisse hatte ich bis zum Schluss und so war ich irgendwie auch froh zu gehen. Viel laenger haette das mein Gewissen nicht ertragen glaub ich. Aber wie gesagt, es war toll und ich werde Euch immer dankbar sein!

Wenigstens hat mich Russ „nur“ zur Bahn gebracht um zum Flughafen zu kommen und mich nicht noch direkt zum Flughafen gebracht – das waere ein weiter Weg gewesen!

So, das wars dann mit Melbourne und Australien! Danke, schoen wars – GOODBYE AUSTRALIA!

 

Und da ich nun schon deutlich ueber die Haelfte meiner gesamten Reise hinter mich gebracht habe wird es mal Zeit, die bisher 5 kuriosesten Bekanntschaften aufzuzaehlen:

Nummer 5: die US-Amerkanerin (Name vergessen, war in Cairns), die nicht wusste wo Deutschland liegt und damit alle Klischees bestaetigt hat, die man gerne von Amerikanern so hat.

Nummer 4: alle Indonesierinnen, die unbedingt mit mir ein Foto haben wollten (egal was im Hintergrund war). Wenigstens ein paar Minuten meines Lebens fuehlte ich mich somit wie Elvis und die Beatles… :-)

Nummer 3: der Bangladeschi, der mich in Singapur auf der Strasse angesprochen hat (Name nicht verstanden). Als ich meinte, ich sei Deutsch freute er sich und bekam richtig strahlende Augen. Aber als ich ihm erklaerte, dass Hitler kein guter Mensch war, war er sehr enttauescht. Und ich glaub das hat er mir auch nicht so ganz abgekauft, denn er war sehr davon ueberzeugt, dass alle Deutschen Hitler lieben…

Nummer 2: Die 5 verrueckten Nordiren aus Belfast (Chris, Paul, Stephen, Cullum, Mike), die ich in Cairns kennengelernt habe. Fuer 30 Tage ein „Around the World Ticket“ (Belfast-San Francisco-Neuseeland-Sydney-Cairns-Singapore-Belfast) zu kaufen ist schon verrueckt genug. Dann auch noch nur Extremsportarten auszufuehren (Fallschirm, Bungee, Tauchen, Klettern usw.) ist noch verrueckter. Und mich den gesamten Abend nur mit der Begruendung „Don’t you know – we are Irish!?“ einzuladen ist einfach nur geil :-)

Nummer 1: Russ und Mary, die mich 4 Tage in Melbourne wie im Paradies verwoehnt haben :-). Staendig Tee, Kaffee, Schokolade, Aepfel, Mandarinen, Kuchen, Kekse usw. Und zu allem anderen (Museum, Essen, Schwimmen, Bahnfahrt usw.)  wurde ich sowieso eingeladen… Vielen herzlichen Dank! Das war einfach nur unglaublich!

So, dann heissts also KIA ORA NEW ZEALAND ;-)

Erstellt am Freitag 22. Oktober 2010
Unter: Australien | Keine Kommentare »

Alice Springs – Sydney (Blue Mountains) – Wilson Promotory Nat. Park – Great Ocean Road

Nach dem perfekten aber nicht ganz guenstigen Trip in Alice Springs bin ich nach Sydney aufgebrochen, um Nina und Johnny zu treffen. Endlich mal wieder bekannte Gesichter – darauf freute ich mich wirklich sehr!

Der Flug ueber Melbourne verlief problemlos, aber diese geschmacklosen Sandwiches im Flieger kann ich nicht mehr sehen! Da haette ich mehr von der Qantas erwartet…

Die erste Nacht durfte ich bei Max, einem meiner Begleiter der Uluru-Tour verbringen. Das war die bisher entspannendste Nacht in Australien. Er ist im St. Johns College untergebracht – in einer super sauberen und ruhigen Studentenbude. Da er ein paar Tage ausser Haus war gab er seinem Kumpel die Zugangskarte, der mich dann ins Zimmer lies. Ein Traum – Herzlichen Dank Max. Das war wirklich ein geiler Zug von dir!!!

Am naechsten Tag brach ich zum Original Backpackers Hostel auf, um mich mit den beiden zu treffen. Ich dachte die sind extrem muede, als mir die Dame an der Rezeption sagte, dass sie schon um 6 Uhr morgens angekommen sind und sicher irgendwo noch schlafen. Aber ganz im Gegenteil. Sie liefen mir draussen ueber den Weg, als ich mich ein wenig in der Gegend umsehen wollte.

Wir gingen dann zusammen gleich mal ganz Sydney ab – reife Leistung von den beiden so nahezu ohne Schlaf… :-)

vor der Oper in Sydney mit meinen Kurzzeitbegleitern

vor der Oper in Sydney mit meinen Kurzzeitbegleitern

Sydney hat ja die beruehmte Oper, die urspruenglich mal 7 Mio. AUD kosten sollte aber dann doch ueber 100 Mio. gekostet hat :-). Ausserdem noch einige schoene Straende und die Harbour Bridge. All dies sahen wir uns in den drei Tagen, die wir dort verbrachten an.

Ausserdem fuhren wir einen Tag in die Blue Mountains, die wirklich sehr schoen sind. Dort sahen wir die beruehmten „Three Sisters“ und die Katoomba Falls. Und wir hatten riesen Glueck mit dem Wetter. Als wir bei den Three Sisters vom Bus ausgestiegen sind sahen wir nichts ausser Nebel – und 5 Minuten spaeter war traumhaftes Wetter!

(Blue Mountains - the three Sisters)

(Blue Mountains - the three Sisters)

Den Abend davor verbrachten wir mit zwei Jungs aus Erlangen und Konrad aus Muenchen (unserm Zimmerkollegen) in unserem Zimmer mit herrlichem Plastiktueten-Schaedelsprenger-Wein.

Sydney war nett, aber nach drei Tagen wars auch genug. Dann gings zum Flughafen um unser Auto zu holen und damit ab in Richtung Melbourne/Great Ocean Road.

mal eines mit 3 tieren... :-)

mal eines mit 3 tieren... :-)

Ich war ja sehr gespannt, wie das mit dem Linksverkehr klappen wuerde. Da Johnny schonmal links gefahren ist, durfte er am Anfang ran. Aber es war ueberraschenderweise richtig einfach. Man verwechselt zwar Blinker und Scheibenwischer sehr haeufig, aber das ist halb so wild. Und ab und zu sind wir schon mal auf die andere Strassenseite gekommen – vor allem wenn man schnell und spontan reagieren muss, reagiert man eben „Rechtsverkehr“-lastig… :-) Aber es war wie gesagt halb so wild… ;-)

Auf der Fahrt stoppten wir an einigen „kleineren“ Sehenswuerdigkeiten, die man ohne Auto niemals erreichen wuerde. Das ist halt das Problem an Australien (und natuerlich auch an vielen anderen Laendern). Ohne Auto ist man sehr eingeschraenkt und sieht nicht wirklich viel. Der Weg fuehrte uns am ersten Tag nach Jerveys Bay (Essen), Pebbly Beach (Kaenguruhs und Papageien die fast auf einen zu gehen…) und Narooma (Unterkunft im YHA).

Kaengu

Am zweiten Tag fuhren wir nachMystery Bay (nette Bucht, die ich aufgrund Faulheit nur zu 25% gesehen hab), Pinnacles (interessanter Fels/Sandstein) und Lakes Entrance (Unterkunft im YHA). 

(Kakadus - Blue Mountains)

(Kakadus - Blue Mountains)

Am dritten Tag fuhren wir  nach Raymond Island (Koalas beobachten – und keins hat geschlafen!!!), Arthur Bay (laut lonely Planet die besten Fish + Chips dieser Region Australiens) und Foster (Unterkunft als Ausgangspunkt fuer den Wilson prom Nat. Park). Die Unterkunftssuche in Foster hat sich jedoch als schwieriger herausgestellt als gedacht. Zum Glueck bekam ich bei der zweiten Nachfrage noch einen Platz im YHA, sonst waere ich mal schnell 70 AUD fuer ein Zimmer los gewesen. Und dieses Hostel war abgesehen von meinem schnarchenden Zimmergenossen wirklich super – kostenlos Internet, Tee und Kaffee, grosser Fernseher, freundliche Gastgeber, ruhige Gegend – absolut empfehlenswert..

Emu-Herde im Wilson Prom

Emu-Herde im Wilson Prom

Am naechsten Tag fuhren wir in den Wilson Prom, um Emus, Koalas und Wombats zu sehen. Die Wombatsuche hat sich leider als unerfolgreich erwiesen… :-) Aber immerhin sahen wir eine grosse Emu-Herde :-) Echt geil! Ausserdem gingen wir den Lilly Pilly Gully Walk bis zum Mt. Bishop. Sehr nett mit wirklich schoener Aussicht!

im Wilsons Promotory National Park (Mt Bishop)

im Wilsons Promotory National Park (Mt Bishop)

Der fuenfte Tag fuehrte uns nach Torquay – dem Ausgang fuer die Great Ocean Road. Am darauf folgenden Tag fuhren wir die Great Ocean Road und die war wirklich geil! Wir hatten aber auch ein wahnsinns Glueck mit dem Wetter. Es war richtig schoen – richtig blauer Himmel. Die Tage davor und danach waren eher maessig. Aber man muss ja auch mal Glueck haben! Die twelve Apostels (die nur noch 10 oder so sind) waren wirklich beeindruckend. Auch die London Bridge – eine erst vor kurzem eingestuerzte natuerliche Bruecke war sehr geil! Echt sehenswert!

ich und zwei der 12 Apostel...

ich und zwei der 12 Apostel...

Wir fuhren dann bis nach Warrnambool weiter, um den letzten gemeinsamen Abend dort zu verbringen. Ab hier muss ich mir also erstmals wieder Gedanken machen, was ich so treiben will in naechster Zeit. Aber da wird sich schon was finden :-)

Erstellt am Donnerstag 14. Oktober 2010
Unter: Australien | Keine Kommentare »

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