Archiv für die 'Indonesien' Kategorie

Indonesien Teil 3 (Lovina/Bali – Mount Bromo – Malang/Java)

Ein langer und sehr ereignisreicher Trip liegt hinter uns – hier eine versuchte Kurzzusammenfassung:

Dass das Schnorcheln eine sehr geile Sache ist habe ich ja schonmal beschrieben, aber Menjangan Island war echt der Knaller. Schon direkt am Ufer beim Betreten des Meeres schwimmen unzaehlige Fische in allen Farben. Wenn man weiter raus schwimmt (ans Ende des Riffs) sieht man noch viel mehr. Wirklich extrem super und absolut empfehlenswert! Resi war tauchen und das war wohl auch sehr geil (hat sogar einen Hai gesehen). Ich hab mich einen Tag nach meinem ersten Schnorcheln dazu noch nicht in der Lage gesehen…

Die restliche Zeit in Lovina haben wir mit chillen, baden, essen und lesen verbacht. Das Lustigste, was dort noch passiert ist war die Ankunft eines Busses aus Surabaya (Java) voller Muslime. Wir liegen am Strand und ploetzlich fallen ca. 10 muslimische Frauen ueber mich her, die alle ein Foto mit mir und/oder Theresa haben wollten. Wir dachten was ist denn jetzt los und haben die ganze Zeit nur gelacht. Nach ein paar Minuten hat uns einer der Ehemaenner aufgeklaert: Die Frauen haben noch nie einen westlichen Menschen gesehen und wollten deshalb ein Foto haben… :-) Darueber hinaus haben wir uns gut unterhalten, d.h. wir haben uns eigentlich nur alle angelacht, da er nur ein paar Brocken Englisch konnte. Aber das waren mit die lustigsten 30 Minuten des gesamten Urlaubs bisher…

Wir nahmen dann den Nachtbus von Lovina (Bali) nach Probolinggo (Java), der um ca. 5 Uhr ankommen sollte. Die Busfahrt war angenehm. Die fahren natuerlich alle absolut Harakiri-maessig. Der Bus hatte auch schon einen riesigen Sprung in der Windschutzscheibe, aber es ist alles gut gegangen. Er war auch sehr geraeumig und ziemlich sauber. Also alles i.O.

Angekommen sind wir jedoch bereits um 2 Uhr morgens! Und was macht man um 2 Uhr in einer fremden Stadt wo man keine Ahnung hat was man tun soll und wo es was gibt – man laesst sich ueber den Tisch ziehen… Allerdings war unser Deal ganz OK. Wir haben uns fuer 50.000 Rupien nach Cemara Lawang (Bromo-Ausganspunkt) fahren lassen, was nur der doppelte Preis war. Die haben uns das als extra-shuttle-service verkauft, aber im Endeffekt war es ein ganz normal oeffentliches Bemo womit man fuer 25.000 haette fahren koennen. Aber naja wie gesagt um 2 Uhr morgens am A der Welt ist man doch irgendwie hilflos…

Oben angekommen waren natuerlich alle Hotels voll und so durften wir im Aufenthaltsraum eines Homestays warten. Der Hollaender, der noch dabei war, legte sich gleich mal hin. Wir jedoch gingen ein bisschen rum und ich traf auf Armin – ein Deutscher der schon irgendwie an jedem Ort in Asien war glaub ich. Der empfahl uns Malang in Java als Zwischenstopp und so sind wir hier her gekommen…

die unwirkliche Vulkanlandschaft von Bromo (im Vordergrund - raucht)

die unwirkliche Vulkanlandschaft von Bromo (im Vordergrund - raucht)

Nachdem wir uns ein wenig ausgeruht haben sind wir zum Bromo aufgebrochen. Da gehts erst mal gemuetlich eine Strasse bergab und dann steht man ploetzlich in einem riesigen, urzeitlichen Vulkankrater mit Blick auf mehrere aktive Vulkane. Das haut einen fast um! Absoluter Wahnsinn – wir kamen aus dem Staunen kaum raus. Und zum Glueck waren die Touris von der Morgen-Route schon alle weg und wir waren fast allein!

Bromo und ich :-)

Bromo und ich :-)

Wir gingen also gemuetlich direkt zum Kraterrand – da fuehrt eine Treppe hoch… – und dann schaut man dort runter. Da bekommt man wirklich Gaensehaut, v.a. weil er nach wie vor aktiv ist und auch als wir oben waren richtig dichter Rauch aufgestiegen ist!! Wir blieben ueber eine Stunde oben und bewunderten einfach nur die gesamte Szenerie! Unfassbar diese Landschaft. Zahlreiche aktive Vulkane um einen rum – das erlebt man nicht oft!

Beim Rueckweg noch schnell nen heissen Tee (war saukalt da oben) und die Jeeptour fuer den naechsten Morgen (Sonnenaufgang) gebucht. Macht eigentlich fast jeder der dorthin faehrt. Ein Russen-Paar im Hotel empfahl uns zu Fuss zu gehen um den Sonnenaufgang  anzusehen, aber dafuer haetten wir um 2:00 aufstehen muessen und und den Weg durch tiefste Dunkelheit erkaempfen muessen. Das war uns zu krass – lieber bis 3:30 schlafen und dann mit dem Jeep los…

Der Jeep holte uns also um 4:00 ab und wir fuhren ganz schoen lang. Dann noch ein Stueck auf eine Aussichtsplattform (wie unzaehlige andere Touris…) zu Fuss und dann ging die Sonne auf. Wiedermal Gaensehaut… Nen Sonnenaufgang hat man natuerlich schon mal gesehen, aber bei ganz klarem Himmel direkt ueber Vulkanen eine aufgehende Sonne hat schon was… Nach ca. 100 Fotos gings auf dem Rueckweg nochmals am Bromo vorbei (ca. 90% der Touris kommen spaet abends aus Yogyakarta an und fahren erst am naechsten morgen zum Bromo). Natuerlich fahren die Jeeps nicht direkt hin, denn so kann man noch ein bisschen die Touris ausnehmen, indem man Pferde vermietet fuer die ca 2 km zum Kraterrand… Naja Geld wird halt an allen Ecken und Enden gemacht…

leckere Instantnudeln als Fruehstueck bei Cemoro Lawag

leckere Instantnudeln als Fruehstueck bei Cemoro Lawag

Zurueck gings dann mit einem extrem uebervollen Bemo (19 Personen auf Plaetzen fuer vielleicht 10) zur Bushaltestelle in Richtung Malang. Dort wollte natuerlich wieder ein Kerl ueberteuerte Tickets verkaufen, was wir freundlich ablehnten… Sind ja schon einige Zeit hier und nicht mehr ganz so leicht uebers Ohr zu hauen.

Die Busfahrt im oeffentlichen Bus war der absolute Wahnsinn! Wir waren natuerlich die einzigen Touris und so starren einen die Leute (v.a. Kinder) immer etwas an – aber nicht unfreundlich, sondern eher wie im Zoo… Wenn man sie dann anlacht, lachen und winken sie zurueck. Das ist echt nett…

Das Beste an der Busfahrt war ein Stopp an einer groesseren Haltestelle irgendwo im Nirgendwo. Erst kamen 4-5 Getraenke- und Suessigkeitenverkaeufer an Bord. Dazu gleich zwei Gittarrenspieler und Saenger. Dann kamen 2 Bettler (einer mit Kind auf dem Arm und ein Blinder, der jeden antatschte). Dann kam noch ein Zeitungsverkaeufer, Verkaeufer von Cremes, Seifen, Taschentuecher, Buecher und zum Schluss nochmal ein Getraenketyp. Alles natuerlich auf engstem Raum im uebervollen Bus bei ziemlich unangenehmer Hitze. Ich hab nur den Kopf geschuettelt und gelacht… Der Wahnsinn!

Angekommen in Malang sind wir dann nach einem Ewigkeitsstau. Hier in Indonesien sind am 17. August Unabhaengigkeitsfeiern. Dafuer werden ueberall auf den Strassen Maersche von Schulkindern geuebt. Wirklich in jeder Stadt und irgendwie zu jeder Uhrzeit! Das hat die Fahrt etwas in die Laenge gezogen, weil Ueberholen ist nicht ganz so leicht (2-3 mal Hupen, ein Blinker und ab durch die Mitte…).

Malang ist nett und hier sind fast keine Touris. Die Indonesier lachen uns alle an und wenn wir dann zuruecklachen winken sie und freuen sich (denke ich zumindest…). Vor allem die Maedels stehen auf meine sehr weisse Haut, wobei ich tatsaechlich schon ein bisschen braun geworden bin… :-) Sehr nette Menschen hier!

Morgen gehts mit dem Mini-Nachtbus zu sechst (mit 2 Hollaendern und 2 Schweizern aus unserm Hotel) nach Yogyakarta – da wimmelts nur so von Touris…

Erstellt am Sonntag 8. August 2010
Unter: Indonesien | 3 Kommentare »

Indonesien Teil 2 (immer noch Bali)

„Endlich angekommen“ im Urlaub,  so fuehle ich mich mittlerweile. Die Begriffe aus der Arbeitswelt verschwinden schoen langsam aus meinem Kopf (was ist „ITS“ nochmal??) und das Geniessen beginnt. Es braucht schon ein bisschen, bis man abschalten und sich auf das Ganze einlassen kann. Bei mir hats ziemlich genau so lange gedauert, bis wir hier in Lovina Beach (Norden Balis) eingetroffen sind.

Der Name des Orts stammt aus Hippie-Zeiten („Love in all“) und wenn man das Meer (schwarzer Sand!!), die sehr guenstigen Unterkuenfte, das extrem leckere Essen (der Fisch schmeckt unglaublich) und die traumhaften Sonnenuntergaenge sieht versteht ma, warum hier Hippies unterwegs waren (und immer noch sind…)

Wir sind vor zwei Tagen von Ubud mit einem extrem langsamen Shuttle – der Typ hatte wohl erst frisch seinen Fuehrerschein und fuhr vergleichsweise sehr vorsichtig (richtig deutsch) – mittags hier eingetroffen. Natuerlich brachte er uns erst mal zu seinem Freund/Schwager/Bruder/Onkel oder was auch immer, der uns eine richtig eklige Unterkunft etwas ausserhalb andrehen wollte. Nachdem wir ablehnten fuhr er noch in eine andere aber wir wollten eigentlich alle nicht (wir beide, 2 Franzosen und 1 Englaenderin)

Zum Glueck hatten die zwei Franzosen bereits eine Unterkunft in Lovina gebucht und wir bestanden darauf, dass er uns dorthin bringt. Dort bekamen wir kein Zimmer mehr, aber wir sagten wir gehen allein und suchen etwas. Wahnsinn, der Kerl inkl. seinen ganzen Room-Boys und noch ein paar anderen Kerlen sind uns gefolgt und wollten uns ueberreden doch zu ihm zu kommen. Das kann vielleicht auf die Nerven gehen. Aber so ist das nunmal in Asien.

Natuerlich waren auf der Strasse auch gleich ein paar Hotel-Vermittler und so war die Angst, dass wir hier nichts anderes finden (es hiess es ist alles voll – aber das heisst es merkwuerdigerweise immer und ueberall…) schnell verflogen. Nun haben wir ein nettes Zimmer bei meinem neuen besten Freund „Bubu“ fuer weniger als 10 EUR die Nacht. Der Strand ist 2 Minuten entfernt.

Und endlich schoenes Wetter. In Candi Dasa, in Kuta und in Ubud war es staendig bewoelkt und regnerisch. Aber hier ist es ein Traum!

Schnorcheln bei Menjangan Island...

Schnorcheln bei Menjangan Island...

Gestern war ich dann gleich noch Schnorcheln – sage und schreibe das erste mal in meinem Leben. Und ich muss schon sagen, das war unglaublich geil! Fische wohin man schaut in allen Farben. Einfach Wahnsinn! Deswegen waren wir heut gleich nochmal (gestern war ich ohne Theresa, da es ihr noch etwas schlecht ging – leichte Magenprobleme, die heute aber schon wieder vorbei sind). Und morgen, tja dreimal koennt ihr raten was wir da machen…

Morgen gehts allerdings nach „Menjangan Island“. Soll der beste Schnorchel-Platz in Bali und auch der beste ganz Indonesiens sein. Ist ein Nationalpark (kleine Insel) im Nordwesten der Isel. Freu mich schon wie ein kleines Kind vor Weihnachten!!! Und heut abend wieder ein fetter Fisch-Basket mit 5 verschiedenen Fischsorten und einem Haufen Reis direkt am Strand… Ein absoluter Traum!

Im Vergleich allerdings zu Vietnam ist das Essen hier nicht so gut. Vietnam war 10 von 10 Sternen – nach wie vor das Beste was ich bisher gegessen habe in meinem Leben. Hier sind es vielleicht 7 oder 8 von 10. Es ist hier doch ziemlich eintoenig (Nasi, Bami und Mie Goreng kann ich nimmer sehn…)

Dafuer ist es hier sehr gesittet was den Strassenverkehr angeht. Die Blinken sogar manchmal, wenn sie einen ueberholen und draenglen nicht auf biegen und brechen. Das war in Vietnam tausendmal extremer. Da gab es keine Regeln auf der Strasse ausser „der Staerkere ueberlebt“. Und wir haben hier erst zwei Ratten gesehen – beide in der Kueche von Restaurants. Aber da wir in Vietnam taeglich mehrere Ratten an allen moeglichen Orten (inkl. unserem Zimmer) gesehen haben macht uns das gar nichts mehr aus.

Uebermorgen gehts dann mit dem Nachtbus nach Probolinggo auf Java. Und von dort zum Mount Bromo (aktiver Vulkan). Soll unglaublich (viele Vulkane im Umkreis dort – richtige Mondlandschaft) und sehr schoen sein dort oben den Sonnenaufgang anzusehen. Das wollen wir uns natuerlich nicht entgehen lassen.

Mal kuckn…

Erstellt am Montag 2. August 2010
Unter: Indonesien | 3 Kommentare »

Indonesien Teil 1 (Bali)

Monkey Forest - Ubud

Monkey Forest - Ubud

Nach mittlerweile einer Woche auf Bali komme ich endlich dazu, mein Online-Tagebuch zu schreiben.

Die Internetverbindungen hier sind ein ziemliches Uebel. Daher lasse ich jeden Versuch eines Bilder-Hochladens gleich mal sein.

Der Flug von MUC nach Bali war – abgesehen von extremen Gewittern in Muenchen – sehr reibungslos und angenehm. Obwohl ich eigentlich im Flugzeug nicht sehr gut schlafen kann verging die Zeit im Halbschlaf ziemlich rasch.

In Kuta eingetroffen habe ich das Hotel, in dem Theresa bereits auf der Veranda wartete schnell gefunden. Naja was heisst schnell – die Taxifahrt war nicht mal Schritttempo auf der uebervollen Strasse.

Kuta selbst war schrecklich. Tausende Feierwuetige Surfer, die in offenen Diskotheken zu extrem lauter Musik abtanzen. Darueber hinaus unzaehlige alte Australier, die sich von jungen Indonesierinnen „bespassen“ lassen.  Da wurde es mir wirklich uebel.

Also nach einer Nacht raus da und ab nach Candi Dasa. Das ist ein kleiner Ort im Suedosten der Insel. Ruhiger, aber leider hat sich das ganze Leben hier an einer Hauptstr. abgespielt, was auch nicht ganz so angenehm war. Das Hotel dort war allerdings sehr schoen – direkt am Meer, wo ich auch meine erste, sehr angenehme Massage geniessen durfte (1 Stunde fuer weniger als 5 EUR ist OK denke ich).

Der bisher beste Ausflug fuehrte von dort zum Vulkan Gunung Batur. Der ist letztmals 2005 ausgebrochen und hat ein sehr beeindruckendes Lavafeld hinterlassen. Auch die Landschaft um den Vulkan herum war sehr beeindruckend! Und wenn die riesige Spinne im Auto nicht gewesen waere, waere es noch angenehmer gewesen…

Monkey Forest - Ubud

Monkey Forest - Ubud

Allerdings konnte man in Candi Dasa nicht baden (kaum Strand) also sind wir nach zwei Naechten wieder weiter gezogen nach Ubud. Hier verbringen wir heute die bereits fuenfte Nacht. Ubud ist ein netter Ort. Zwar leider uebervoll mit Touristen, und wenns schon Schnitzel zum Essen gibt reichts mir eigentlich, aber er hat trotzdem Charme.

Hier haben wir ein paar Shows angesehen, zwei Monkey Forests besucht (sehr amuesant, die frei rumlaufenden Affen), einen Ausflug nach Tanah Lot unternommen (beruehmter Tempel am Meer) und geshoppt was das Zeug haelt. Der anfangs halbleere Rucksack ist jetzt schon fast voll – wo soll das noch enden!?!?!?

Resi unter ihren Bruedern und Schwestern...

Resi unter ihren Bruedern und Schwestern...

Heute wird ein Motorbike ausgeliehen und damit ein wenig in der Gegend rumgefahren. Mal kuckn ob wir die Fledermaushoehle finden, zu der wir wollen…

Und morgen gehts ab nach Lovina Beach (endlich ein guter Strand zum Baden und Schnorcheln).

Ich hoffe es geht allen in Deutschland gut und melde mich bald wieder!

Beim Kochkurs - geworfen und gefangen!

Beim Kochkurs - geworfen und gefangen!

das sind mal Wurzeln, oder?

das sind mal Wurzeln, oder?

die Bruecke ist erst 2 Tage alt (war zusammengebrochen...)

die Bruecke ist erst 2 Tage alt (war zusammengebrochen...)

"Owastasi Astu" heisst wohl "zerbrechlich" oder so

"Owastasi Astu" heisst wohl "zerbrechlich" oder so

Erstellt am Freitag 30. Juli 2010
Unter: Indonesien | 2 Kommentare »

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